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Das Schillerhaus so bekannt wie Schiller selbst machen

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Welchen Weg nimmt das Leipziger Neuseenland in den nächsten gut eineinhalb Jahrzehnten und perspektivisch über diesen Zeitraum hinaus? Diese Frage wird derzeit zwischen Werbeliner und Bockwitzer See heiß diskutiert.

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Klares Votum: Die Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft, Sportvereinen und Bürgerschaft sprachen sich für die Entwicklung der E-Mobilität im Neuseenland aus.

Quelle: Roger Dietze

Borna. Auf den Weg gebracht werden soll bis Anfang des nächsten Jahres eine "Charta Leipziger Neuseenland". Auf dem Weg zu ihrer Erstellung bilden nach der öffentlichen Auftaktveranstaltung Anfang Februar drei Workshops in Leipzig, Delitzsch und Borna den nächsten Schritt. Im Gymnasium "Am Breiten Teich" wurde er am Sonnabend für den Südraum vollzogen.

Mit der strombetriebenen Straßenbahn von Leipzig nach Markkleeberg, von dort mit dem Elektroauto weiter auf Erkundungstour rund um die Seen im Leipziger Südraum und schließlich, nach dem Genuss eines Kaffees oder Cappuccinos am Ufer von Hainer oder Kahnsdorfer See, Aufbruch zu einer Spritztour mit dem E-Bike. Was heute noch Zukunftsmusik ist, könnte in 16 Jahren Realität sein. Vorgestern Nachmittag jedenfalls gab es beim Workshop in der Bornaer Bildungsstätte ein klares Votum für die Entwicklung der E-Mobilität im Neuseenland. Diese soll ausdrücklich die künftig auf den Tagebaurestlöchern zum Einsatz kommenden Wasserfahrzeuge einschließen.

Ihre Hand zur unverbindlichen Abstimmung hoben dabei Teilnehmer aus Verwaltung und Wirtschaft, aus Sportvereinen sowie aus der Bürgerschaft. Letztere stellte mit 26 Vertretern das größte "Kontingent". Diesen Umstand hob die Leiterin des Kreisentwicklungsamtes, Gesine Sommer, die in ihrer Funktion als Neuseenland-Steuergruppen-Mitglied den Workshop begleitete, besonders positiv hervor. Verständigt hatten sich die im Gymnasium Versammelten vor dem Einstieg in die Diskussionsgruppen darauf, den Schwerpunkt auf zwei Fragestellungen zu legen. Der eine Aspekt drehte sich zum einen um die Örtlichkeiten, die sich in besonderer Weise für spezifische Nutzungen zur Freizeitgestaltung anbieten, und zum anderen um die für sportliche Aktivitäten benötigten Rahmenbedingungen. Die zweite Frage hatte die Potenziale, die das südliche Neuseenland für die wirtschaftliche Entwicklung zu bieten hat, sowie die Vermeidung von Nutzungskonflikten, die sich aus dieser Entwicklung ergeben, zum Inhalt.

Einer der zentralen Schnittpunkte, der sich nach dem fünfstündigen Diskussionsmarathon ergab, beschäftigte sich mit der Identität der Region. Andreas Schitke, Sprecher der Sport-Fraktion, verwies etwa auf die Werte des Areals zwischen Leipzig und Borna, die zukünftig besser vermarktet werden müssten. "Schiller kennt jedes Kind, aber dass Kahnsdorf ein Schillerhaus hat, wissen nur die allerwenigsten", sagte das Mitglied der Kanu-Abteilung des SV Blau-Gelb Borna. Sein Fazit: Es ist dringend angeraten, die von der Kohle und dem Tagebau überlagerte Kulturlandschaft wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Konkrete Maßnahmen, wie etwa eine Seebühne am Kahnsdorfer See, böten sich an, um bei jenen, die in der Region sesshaft geworden sind, das Verlangen nach Kultur zu stillen. An die Zielgruppe der Sportler gerichtet, breitete Schitke seine Vision einer möglichen Wasserverbindung zwischen den Seen und der Wyhrastadt aus. "Die Möglichkeiten der Vernetzung sind auf jeden Fall gegeben."

Gegeben sind ebenso die Möglichkeiten der Bürger, bei der Charta ein Wörtchen mitzureden. Nach der Aufbereitung der aus den vorgestrigen Diskussionen resultierenden Ergebnisse und deren öffentlicher Auslegung folgt im Sommer die Verteilung von Fragebögen, auf deren Auswertung im ersten Quartal 2015 die Verabschiedung der Charta folgen soll. © Kommentar

@www.charta-leipziger-neuseenland.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.03.2014
Roger Dietze

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