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"Das ist eine Tragödie"

"Das ist eine Tragödie"

Die Polizei hat am Montag die Suche nach der Brandursache im Einkaufszentrum im Pegauer Norden fortgesetzt. Ein Vertreter des Vermieters aus der Region Passau hat sich die Schäden an den drei Geschäften und dem Restaurant angeschaut, die bei dem Großfeuer am Sonnabendmorgen entstanden waren.

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Das Großfeuer im Einkaufszentrum an Pegaus Carsdorfer Straße hat ausgebrannte und eingestürzte Dächer hinterlassen.

Quelle: Mathias Bierende

Pegau. Der verhältnismäßig wenig betroffene Norma-Markt soll möglichst am Mittwoch wieder eröffnet werden. Diskutiert werden nächtliche Kontrollfahrten durch der Stadt.

„Das ist eine Tragödie", erklärte Prokurist Markus Ruhland vom Vermieter des Gebäudekomplexes an der Carsdorfer Straße, Ursula Kusser Immobilien oHG aus Hauzenberg. Viel mehr könne er nach dem ersten Blick noch nicht sagen. „Alles andere muss sich noch zeigen." Nahezu völlig zerstört wurden der Fresh-Getränkemarkt des Fachgroßhandels Albrecht aus Groitzsch, das griechische Restaurant „Syrtaki", das Ergo-Versicherungsbüro Grzesik und Bergmann sowie der Friseursalon Katarina.

Der Feuerwehreinsatz und eine Brandmauer hatten das Übergreifen der Flammen auf den Norma-Markt verhindert. Er musste jedoch aufgrund fehlenden Stroms dennoch geschlossen bleiben. „Der Markt soll aber so schnell wie möglich wieder öffnen", so Ruhland am Montag. „Unser Wunsch ist am Mittwoch oder Donnerstag - wenn auch die Behörden mitspielen." Damit würden den Anwohnern in Pegau-Nord auch die Verkaufsstände der Fleischerei Landhan und der Bäckerei Sommer wieder zur Verfügung stehen.

Die von der Polizei zunächst genannte Schadenshöhe von einer halben Million Euro hält er für „gut möglich. „Schließlich geht es nicht nur um die Gebäude, sondern auch um die Ausstattung der Mieter". Es sei derzeit unklar, wie die Schäden im Detail ausfallen, was womöglich wieder hergerichtet werden kann, wann es eine Baufreigabe gibt... „Wir sind derzeit schwer am Arbeiten, um Lösungen herbeizuführen." Über die Chancen für einen Wiederaufbau des Komplexes wollte er sich nicht äußern.

Die Brandursachenermittler der Polizeidirektion (PD) Westsachsen waren sowohl am Wochenende als auch am Montag in der Brandruine aktiv. Jetzt wurde auch ein Brandmittelspürhund eingesetzt, informierte PD-Sprecherin Ilka Peter. Die Beamten nahmen Proben, die im Labor des Landeskriminalamtes in Dresden untersucht werden sollen. Über den aktuellen Erkenntnisstand teilte Peter nichts mit. Die Ermittlungen werden wohl auch dadurch erschwert, dass gleichzeitig ein Großbrand im Golzerner Landhandel mit Futtermittelsilos untersucht werden muss.

Das Feuer war laut Polizei am Sonnabendmorgen nach einem Einbruch in den Getränkemarkt ausgebrochen. 4.17 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, teilte deren Pegauer Sprecher Ronny Wiesner mit. Nachdem weitere Kräfte nachgefordert worden waren, hatten sich 70 Kameraden aus sechs Wehren beteiligt. Das Feuer war gegen 7.30 Uhr aus, die Restablöschung zog sich bis gegen 9.30 Uhr hin.

„Das ist wie ein Schlag ins Gesicht", sagte „Syrtaki"-Wirt Markos A. Pershqefa. Inzwischen sei das Objekt zu einem „Pilgerort" geworden. Viele bedauerten das Schicksal der Betroffenen, würden aber auch Hoffnung spenden und Hilfe anbieten.

Auf der Suche nach möglichen Ausweichquartieren zur Überbrückung würde die Stadtverwaltung nach ihren Möglichkeiten Unterstützung geben. Noch habe er keine Anfrage erhalten, erklärte Bauamtsleiter Gunter Grothe. Im Rathaus sei zudem ein weiterer Aspekt in der Diskussion. „Es wird überlegt, ob wir eine Sicherheitsfirma mit nächtliche Kontrollen beauftragen sollen." Die Zahl der Einbrüche habe in Pegau in letzter Zeit erheblich zugenommen, ein solcher war nun ja wohl auch Ausgangspunkt für den riesigen Schaden. „Wenn zu unregelmäßigen Zeiten Security durch die Straßen fährt, könnte das abschrecken", so Grothe. Eine Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.

Olaf Krenz

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