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Borna Das neue alte Thema: Doch eine Kreisreform
Region Borna Das neue alte Thema: Doch eine Kreisreform
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16:26 21.01.2010
Landratsamt Borna Quelle: Günther Hunger
Borna

Ziemlich exakt drei Jahre nach Gründung der Initiativgruppe „Pro Borna“ macht der Grimmaer Oberbürgermeister Mathias Berger aus seiner Sympathie für den Vorstoß des nordsächsischen Kreistagsfraktionschefs Heiko Wittig kein  Borna. Auch wenn es kaum einer so richtig ernst nehmen mag. Seit die Idee einer neuerlichen Kreisreform auf dem Markt ist, werden auch die Protagonisten von einst wieder wach. Ziemlich exakt drei Jahre nach Gründung der Initiativgruppe „Pro Borna“ macht der Grimmaer Oberbürgermeister Mathias Berger aus seiner Sympathie für den Vorstoß des nordsächsischen Kreistagsfraktionschefs Heiko Wittig kein Geheimnis.Fast auf den Tag genau trat vor drei Jahren die Initiativgruppe „Pro Borna“ auf den Plan. Ein Reflex auf die bereits existierende Gegenbewegung „Pro Grimma“. Beide Gruppen machten sich für ihre Stadt als den einzig wahren Kreissitz im neuen Landkreis Leipzig stark. Wie die Sache, höchstamtlich von den Leipziger Verfassungsrichtern bestätigt, ausging, ist bekannt: Grimma hat die Mulde und Borna den Kreissitz.Da versteht es sich, dass jemand wie der Tausendsassa von der Mulde hellhörig wird, wenn jemand andernorts doch noch eine Revision der ungeliebten neuen Kreisgrenzen und das Ende von Borna als Kreisstadt ins Gespräch bringt. Nichts anderes hatte der oberste Sozialdemokrat im Torgauer Kreistag, Wittig, gemacht. Sein Kalkül: Durch eine freiwilligen Zusammenschluss des völlig abgebrannten Landkreises Nordsachsen und des keinesfalls stinkreichen Landkreises Leipzig entstünde ein neuer, großer Kreis – und die finanzielle Misere zwischen Oschatz, Torgau und Eilenburg hätte ein Ende (die LVZ berichtete).Für den Grimmaer Oberbürgermeister hat ein derartiger Vorstoß allemal seinen ganz speziellen Charme. „Das wäre konsequent“, und im Übrigen habe der damalige Grimmaer Landrat Gerhard Gey, der heute in der Bornaer Stauffenbergstraße residiert, damals auch Derartiges im Sinn gehabt. Für Berger bleibt unvergesslich, wie der seinerzeitige sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) bei einer Veranstaltung in Grimma durchblicken ließ, dass die Schaffung von Großkreisen, wie sie etwa durch die Zusammenlegung von Nordsachsen und dem Landkreis Leipzig entstünden, die Existenzberechtigung der Staatsregierung in Dresden in Frage stellen würde.Jemand wie Berger sieht aber noch weiter. In einem Großkreis, auch für ihn kein Thema der nächsten zwei Jahre, „wäre Leipzig als Kreisstadt gesetzt“. Sachsen brauche fünf Großkreise, „und wir brauchen zwingend ein Bundesland Mitteldeutschland“. Im aktuellen und nach wie vor neuen Landkreis Leipzig gebe es ohnehin keine gemeinsame Identität.Für Bergers wichtigsten Bornaer Gegenspieler, den Druckhaus-Inhaber Bernd Schneider, ist klar, „dass Berger bis zum Rentenalter gegen Borna als Kreissitz kämpft“. Allerdings ist der Kopf der Initiativgruppe „Pro Borna“, die sich vor Jahresfrist aufgelöst hat, „zu 100 Prozent sicher, dass eine Kreisreform kein Thema ist“.

Nikos Natsidis

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