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Borna Dauerbrenner Schülerbeförderung
Region Borna Dauerbrenner Schülerbeförderung
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15:32 27.11.2009

. Um es vorweg zunehmen: Es kommt erneut anders als gedacht.

Bekanntlich hatten sich die Böhlener mit einer überplanmäßigen Ausgabe von 5000 Euro dazu verpflichtet, die Kosten für den Schulbus für die Röthaer Kinder zu übernehmen, die in der Mittelschule Böhlen die fünfte oder sechste Klasse besuchen. Die Sache schien gelöst, kam allerdings ins Wanken, als die Böhlener feststellten, dass sie mit diesen kalkulierten Kosten nicht hinkommen, weil weder Böhlen noch Rötha in einer Schülerbeförderungszone des MDV liegt und ein im Landkreis übliches Schülerticket daher nicht gilt. Daraufhin hatte Bürgermeisterin Maria Gangloff wie berichtet angekündigt, sich vom öffentlichen Nahverkehr zu verabschieden und das Problem selbst zu lösen. Zum Beispiel mit Taxibetrieben. „Diese Variante geht allerdings nicht“, informierte Kühn. Wegen der unterschiedlichen Angebote an der Mittelschule würde der Transport zu ganz verschiedenen Zeiten am Nachmittag nötig. „Das ist wirtschaftlich nicht haltbar.“

Die Stadt habe sich nun mit den Eltern darauf geeinigt, auf Monatskarten zum Preis von 34,40 Euro zurückzugreifen. In Monaten mit Ferien sollen Tagestickets genutzt werden. Die Abrechnung erfolge vierteljährlich. Unabhängig davon sei die Stadt Böhlen bereit, bei Härtefällen auch in höheren Klassen individuelle Lösungen zu finden.

Die Verhandlungen der Stadt Böhlen mit dem MDV, die Linie 152 mit in die Schülerbeförderungszonen aufzunehmen, waren fehl geschlagen. Das Unternehmen beharre auf den Zonen, die es vor vielen Jahren von seinem Vorgänger übernommen habe, hieß es. Ein Neuordnung sei nicht möglich. Damals gab es keinen Schülerverkehr zwischen Böhlen und Rötha, weil jede Stadt ihre eigene Mittelschule hatte.

Bewegung kommt auch in den Schülertransport von Gauliser Kindern zur Grundschule nach Böhlen, den die Stadtrats-Fraktionen von CDU und FDP vor allem aus Sicherheitsgründen ins Rollen bringen wollen. Die Stadt habe sich in dieser Angelegenheit zwischenzeitlich positioniert und bei den Leipziger Verkehrsbetrieben einen Antrag auf Schülerbeförderung gestellt, erläuterte Petra Kühn. Damit diese erfolgen kann, soll im Ortsteil Gaulis nach den Vorstellungen der Kommune eine Bushaltestelle errichtet werden, die selbstredend nicht nur von Schülern, sondern auch von anderen Bewohnern genutzt werden könnte. Auch das Landratsamt sei über diese Bestrebungen informiert. „Wir warten auf eine Antwort, ob eine Haltestelle machbar ist“, so Kühn. Dann müsse gemeinsam beraten werden, wie weiter zu verfahren und ein solches Vorhaben zu finanzieren ist.

Der Weg von Gaulis bis zur Grundschule Böhlen ist übrigens mehr als zwei Kilometer lang. Der Kreis wäre somit nach derzeit gültiger Satzung verpflichtet, die Kosten für die Schülerbeförderung zu übernehmen. Im Ortsteil, in dem mehr als 200 Einwohner leben, gab es noch nie eine Haltestelle.

Saskia Grätz

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