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Borna Deich hält Schneeschmelze aus
Region Borna Deich hält Schneeschmelze aus
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18:58 11.03.2010
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„Doch wir konnten keinerlei Probleme am Neubau feststellen“, so Projektleiter Gunter Weinert von der Landestalsperrenverwaltung. „Alles ist in trockenen Tüchern.“ Ende des Jahres soll nun auch der Ausbau des rechten Ufers angegangen werden, zur Sicherheit der Kahnsdorfer. Erst letzten Monat wurde der Deichsicherungserlass für das Ufer auf der Großzössener Seite von der Landesdirektion Leipzig wieder zurückgenommen. Die polizeirechtliche Anordnung musste im Dezember 2007 vom damaligen Regierungspräsidium Leipzig verordnet werden, weil der Deich nicht mehr standsicher war. Zudem entsprach er in seiner Deichgeometrie mit zu steiler Böschung und zu niedriger Höhe und dem fehlenden Deichverteidigungsweg nicht mehr den aktuellen Richtlinien. Nach anderthalb Jahren wurden im Dezember 2009 die über zwei Millionen Euro teuren Umbaumaßnahmen auf einer Länge von 1,9 Kilometer abgeschlossen. Weinert ist seit einem halben Jahr für die Bauangelegenheiten des Deichs zuständig. Der Projektleiter, zu dessen Aufgabenbereich auch die Freiberger Mulde gehört, hat seinen Sitz in Rötha bei der Landestalsperrenverwaltung, Betrieb Elbaue/Mulde/Untere Weiße Elster. Dazu zählt auch die Flussmeisterei Borna, die für die Pflege und Kontrollen des Deiches verantwortlich ist. Regelmäßige Mäharbeiten und kleinere Instandsetzungsarbeiten sind nur zwei der Aufgaben. Zurzeit stehen noch Ausgleichs- und Entwicklungsmaßnahmen im Umfeld des Deiches an. Ausgleichspflanzungen wurden bereits an mehreren Stellen getätigt, die auch von der Stiftung Wald unterstützt worden sind. „Im Rahmen der Entwicklungsmaßnahmen werden die Bäume innerhalb der nächsten drei Jahre von uns gepflegt“, so Weinert. Als nächstes großes Vorhaben steht nun der Ausbau der rechten Uferseite der Wyhra an. Beginn soll frühestens Ende des dritten, spätestens aber Anfang des vierten Jahresquartals sein, so Weinert. Die Plangenehmigung ist nach den Worten des Projektleiters bereits erfolgt, erste Abholz-Arbeiten würden laufen. „Wir stehen sozusagen Gewehr bei Fuß“, weiß der Leipziger. Der Deich soll zur Sicherheit der Ortschaft Kahnsdorf auf 1810 Meter Länge auf den neuesten Stand gebracht werden. Anders als beim linken Ufer handelt es sich nicht um einen Deichsicherungserlass, sondern um normale Sanierungsarbeiten. „Seit dem Hochwasser im Jahr 2006 in Sachsen werden die Deichanlagen nach und nach auf dem neuesten Erkenntnisstand gebracht“, so Weinert. Damals ordneten das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium und die Landestalsperrenverwaltung die Schwachstellenanalyse aller Bauten im Freistaat an. Danach erfolgte die Erstellung einer so genannten Gefahren-Abwehr-Ordnung. Heutige Deiche werden laut Weinert nach dem Schadenspotenzial, entsprechend verschiedener statistisch wiederkehrender Hochwasserereignisse, ausgelegt. Im Falle der Wyhra-Deiche in Großzössen wurde das Schutzziel für ein statistisch hundertjähriges Hochwasserereignis festgelegt. Landwirtschaftlich genutzte Flächen (außer an der Elbe) werden mit einem zehnjährigen Hochwasserereignis geschützt. Das wird in der Vorbeschriebenen Gefahren-Abwehr-Ordnung sowie in den darauf folgenden planerischen Untersuchungen bestimmt.        

Peter Krischunas

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