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Dem Landkreis mangelt es an Fachärzten

Dem Landkreis mangelt es an Fachärzten

Ein immenses Problem sei es, neurologische Patienten auf dem Land nachzuversorgen, etwa Demenzkranke oder Schlaganfallpatienten. Das sagte Dr. Alexander Reinshagen, Chefarzt der Neurologie, zur gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Anja Jonas, die am Donnerstag das Helios-Klinikum in Borna besuchte.

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Anja Jonas (l.) beim Besuch auf der Neugeborenenstation.

Quelle: Klinik

Borna. Die einzige Lösung sei es oft, Patienten stationär einzuweisen. "Wir brauchen mehr Fachärzte dafür in der Region", forderte Reinshagen deshalb. Die Gesellschaft werde älter, es gebe immer mehr Pflegeheime und somit mehr Patienten. Ziel müsse eine flächendeckende Versorgung mit Ärzten sein. In der Region gebe es von diesen Fachärzten nur sechs volle Stellen und eine halbe. "Wir können nicht nachvollziehen, wie die Kassenärztliche Vereinigung mit ihrem Bedarfsplan auf 134 Prozent Versorgung kommt."

Seit 2003 schon gehört die Bornaer Klinik zum Brustkrebszentrum Nordsachsen. Mit dem Mammografie-Screening-Programm besteht eine Vorsorgeuntersuchung, bei der auch kleinere Tumoren deutlich früher erkannt werden können. Die Resonanz bei den Frauen im Landkreis ist groß. "Aber noch immer ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Deshalb ist es besonders wichtig, diese Vorsorgemaßnahme aufzuzeigen", unterstrich Jonas. Auch in Grimma ist laut Klinik eine Anlaufstelle für das Screening. Zudem gebe es ein "Mamma-Mobil", das die ländliche Region abdeckt.

Die FDP wolle die politischen Rahmenbedingungen in Sachsen verbessern, so Jonas, um das Krebsregister weiter voranzutreiben. In dem Register werden sämtliche Patientendaten erfasst und geben detailliert Auskunft über Verlauf und Erfolg einer Krebstherapie. So soll die onkologische Versorgung künftig verbessert werden.

Gut aufgestellt sei die Kinderklinik in Borna, sagte deren Chefarzt Dr. Andreas Möckel. Gerade durch die verschiedenen Spezialisierungen der Pädiatrieärzte kämen nicht nur Patienten aus der Region, sondern auch aus Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Neu diskutiert werden muss laut Jonas über die Selbstbeteiligung von Patienten in allen medizinischen Bereichen. Nach dem Wegfall der Praxisgebühr bestehe bei einigen Ärzten die Sorge, dass Patienten medizinische Dienstleistungen zu leichtfertig in Anspruch nehmen. Stefanie Dietz

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.02.2013

Stefanie Dietz

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