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Denkanstöße für die Wyhra

Denkanstöße für die Wyhra

Die Wyhra: Meist fließt sie verwachsen, träge und vor allem unbemerkt durchs Kohrener und Bornaer Land. Ein Flusslauf, an dem man gut spazieren gehen oder radeln kann, ist sie jedenfalls in den seltensten Fällen.

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Meist fließt die Wyhra - hier in Borna - unbemerkt dahin. Eine Studie soll helfen, den Fluss erlebbarer zu machen.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Geschweige denn, dass sich ein Lokal am plätschernden Wasser findet. Ihr Schattendasein muss jedoch nicht auf Dauer sein. Um die Wyhra erlebbarer zu machen, hat das Kommunale Forum Südraum Leipzig eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die jetzt konkrete Formen annimmt. Den Auftrag für die Studie hatte die Station C23 aus Leipzig, eine Architekten- und Landschaftsarchitekten-Firma, erhalten.

Von Kohren-Sahlis bis zur Mündung ist die Wyhra im ersten Schritt analysiert worden. "Einzeln oder im Familienverband wurde der Flusslauf abgefahren oder abgelaufen", erläutert Steffi Raatzsch, die Geschäftsführerin des Kommunalen Forums. Unterm Strich wurden 29 Standorte herausgefiltert, für die Denkanstöße gegeben werden. Allerdings sei nicht an großartig neue Bauten gedacht, "wir befinden uns ja auch im Landschaftsschutzgebiet", so Raatzsch. Vielmehr gehe es unter anderem um die Beseitigung von Unterholz, um den Zugang zum Fluss zu erleichtern, um kleine Rastplätze für Wanderer und Radfahrer, um Informationstafeln oder Parkmöglichkeiten in der Nähe. Im Bornaer Schillerpark zum Beispiel bekomme man derzeit die Wyhra gar nicht mit, hier könne auch ein Bezug zum Fluss geschaffen werden.

In einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Firma C23, des Kommunalen Forums, des Landratsamtes, der Talsperrenverwaltung und des Fremdenverkehrsverbandes Kohrener Land, wurden die Vorschläge diskutiert. Die Teilnehmer und auch der Regionale Planungsverband werden nun darlegen, was aus ihrer Sicht geht und was nicht. "Nach der Auswertung wird herausgefiltert, welche Maßnahmen in das Konzept aufgenommen werden", erläutert Raatzsch. Das werde Anfang November sein, denn Ende November sei das Projekt abzuschließen. Das Konzept werde dann den Anrainerkommunen des Flusses in die Hand gegeben. Sie müssten im Endeffekt entscheiden, ob und welche Vorschläge sie umsetzen.

Eines zeigte die Untersuchung auch: "Die Wyhra wird kein Gewässer für Kanutouristen werden", so Raatzsch. Nur von Borna nach Großzössen und bei Frohburg gebe es Möglichkeiten, den Fluss im Boot zu erleben. Ein Ausbau des Flusslaufes in diese Richtung erscheint offenbar wenig sinnvoll.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.10.2014
Frank Prenzel

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