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Borna Denkmal in Großstorkwitz wieder ansehnlich: Groitzscher Steinmetz beseitigt Altersflecken
Region Borna Denkmal in Großstorkwitz wieder ansehnlich: Groitzscher Steinmetz beseitigt Altersflecken
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00:20 24.08.2017
Unter einer Linde steht dieses Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges in Großstorkwitz. Die Inschrift ist hier noch verwittert und nicht mehr lesbar, wird aber derzeit neu aufgearbeitet. Im Hintergrund ist die alte Mühle zu sehen. Quelle: Kathrin Haase
Pegau/Großstorkwitz

Das Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkriegs im Pegauer Ortsteil Großstorkwitz ist kaum wiederzuerkennen: Seit Juni erhielt es eine Rundumerneuerung, wofür die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig 3500 Euro zur Verfügung stellte. „Für die Dorfbewohner ist das ehrende Gedenken an ihre Vorfahren besonders wichtig. Deshalb haben wir ihren Wunsch nach einer Sanierung gern unterstützt“, kommentiert der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Stephan Seeger, die Beweggründe.

Durch Witterungseinflüsse war die Oberfläche des um 1920 entstandenen Denkmals über die Jahre akut beschädigt worden und die Inschrift kaum noch lesbar. Daraufhin nahm sich der Groitzscher Steinmetzbetrieb Schellenberg des kulturhistorischen Kleinods an und unterzog es einer Frischzellenkur. „Das Denkmal wurde vollständig abgebaut und in die Werkstatt transportiert“, erklärt Gunter Grothe, Bauamtsleiter in Pegau. „Dort hat man es mitsamt der Figur vollständig gereinigt und verschliffen und mittlerweile steht es wieder an seinem angestammten Platz an der Dorfstraße in Großstorkwitz.“ Dort könne es bereits in seiner sanierten Form besichtigt werden. Zur Fertigstellung fehlen lediglich die Platten mit den Namen der Gefallenen. Da die Inschriften am alten Denkmal fast vollständig verschwunden waren, werden extra drei neue Schriftplatten aus Basalt angefertigt. Sie sind dann das Tüpfelchen aufs „i“ und sollen in den nächsten Tagen folgen.

Die Sanierung des Weltkriegsdenkmales ist schon lange ein Thema in Großstorkwitz. „Die Dorfbewohner haben die Stadtverwaltung schon mehrfach darum gebeten“, erläutert Grothe. „Doch bisher haben die Mittel dazu gefehlt. Nur dank der Hilfe der Sparkassenstiftung muss die Dorfgemeinschaft jetzt nicht noch länger warten.“ Über die Hälfte der insgesamt benötigten 4800 Euro wurden durch die Kultur- und Umweltstiftung zur Verfügung gestellt. Die Stadt Pegau kam in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in den Genuss einer solchen Finanzspritze, zuletzt konnte so der historische Flügel im Volkshaus Pegau restauriert werden (wir berichteten). Und auch der Pegauer Karneval Klub erhielt seit 2005 insgesamt 21000 Euro an Fördermitteln durch die Stiftung.

Von Kathrin Haase

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