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Borna Der Röthaer Traum von der Schleuse
Region Borna Der Röthaer Traum von der Schleuse
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14:27 19.05.2015
Der Saal im Mehrgenerationenhaus war gut besucht zur Podiumsdiskussion des Fördervereins "Rötha - Gestern. Heute. Morgen". Im Podium: Bürgermeister Ditmar Haym, Andreas Berkner, Axel Bobbe und Christian Conrad (v.l.). Walter Christian Steinbach moderierte den Abend. Quelle: Thomas Kube

Für den Fördervereinschef Walter Christian Steinbach ist Rötha-Süd "eine Art vergessene Landschaft, die nicht in unserem Blick ist". Die verfallene Obstweinschänke sei bei vielen schon abgeschrieben. Und der Weg nach Kahnsdorf und zum wunderschönen Hainer See über die Kreisstraße eine ziemlich gefährliche Angelegenheit, meinte er eingangs der Debatte.

Dass an dem jetzigen Zustand im Sinne des Gemeinwohls etwas geändert werden sollte, darüber herrschte weitestgehend Einigkeit. Über das Wie indes lässt sich trefflich streiten. Schließlich sollten Veränderungen wirtschaftlich und darüberhinaus bezahlbar sein und bleiben. Berkner regte an, den einzigartigen Dammweg zwischen Hainer und Kahnsdorfer See in einen besseren Zustand zu versetzen. Potenzial hat auch der Stausee - ein Kleinod, das zur Verwunderung von Bobbe vielen gar nicht bekannt sei. Ein Problem: Im See befindet sich eine anderthalb Meter starke, hochbelastete Schlammschicht. Finanziell sei der Eigentümer, der Freistaat Sachsen, zurzeit nicht in der Lage, die Sanierung zu stemmen. Daher sei vieles auf dem Stausee nicht mehr möglich (Segelboote, Ruderbootverleih). "Das ist schade", sagte Bobbe, die Landestalsperrenverwaltung würde derlei unterstützen.

Christian Conrad sprach sich dafür aus, im Verbund der Anrainer-Orte der Südraum-Seen "noch mehr zu tun". Wege für Inlineskater und Radfahrer müssten gut erreichbar sein. Er erläuterte die aktuellen Pläne fürs Nordufer des Hainer Sees (Lesen Sie dazu auch Seite 25) und ging auch auf den angestrebten Gewässerverbund ein. "Eine Schleusenverbindung zwischen Stausee und Hainer See wäre ein Traum, der bewahrt werden sollte. Das Thema Gewässerverbund beschäftigt die Regionalplaner seit 20 Jahren. Berkner betonte, dass die Verbindung von Hainer See und Stausee in den langfristigen Vorplanungen enthalten sei. "Ein lokaler Gewässerverbund ist nicht utopisch, wenn die Bevölkerung ihn will." Das Projekt müsse nicht so kostenintensiv sein. Wenn sich in diesem Bereich nichts tue, werde auch an der Obstweinschänke (im Privatbesitz eines Bayern) nichts passieren, prognostizierte Haym.

Die Röthaer stören sich vor allem am Müll und schlechten Wegen, wurde in der Debatte deutlich. Der FV wird eine Ideenkonferenz für den Stausee anbieten. Eine entsprechende Diplomarbeit an der HTWK werde Seecon anregen. Dies könne in einen Ideenwettbewerb für das Gewässer münden. Kanuten und Stauseepiraten trainieren dort regelmäßig, ansonsten ist das künstlich angelegte Gewässer verwaist. Das Landratsamt habe den Gemeingebrauch bislang nicht erklärt, begründete Bobbe die Notwendigkeit von Einzelgenehmigungen für Boote. Diese Verordnung müsse vorangebracht werden, sagte Steinbach. "Und bei der Schleuse lassen wir uns nicht entmutigen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2014
Saskia Grätz

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