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Borna Der Traum vom eigenen Laden
Region Borna Der Traum vom eigenen Laden
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16:20 19.05.2015
Der Verkauf in der Tucholsky-Buchhandlung läuft nach der Insolvenz der Betreiber ganz normal. Die Kundschaft hält dem Laden die Treue. Im September soll Neueröffnung sein. Quelle: Thomas Kube

Bis zur Neueröffnung, deren Details noch geklärt werden müssen, bleibt zunächst einmal fast alles wie es ist.

Seit die Insolvenz am 8. Juli bekannt wurde und die LVZ darüber berichtete, stehen die Telefone in der Buchhandlung nicht mehr still. "Wir haben viele Hilfsangebote bekommen", sagt die Filialleiterin Elke Kämpfner. Von Renovierungs- und Aufräumarbeiten bis hin zu angedachten Sitzstreiks sei alles dabei gewesen. "Das macht Mut, die Talsohle durchzustehen", sagte die 48-Jährige, die von Unterbrechungen abgesehen seit 1982 im Geschäft in der Bahnhofstraße arbeitet.

Auch Fanny Eberhardt gehört quasi zum Inventar des Bücherladens. Ihre Großmutter und ihre Mutter (die vorherige Filialleiterin, jetzt Ressourtleiterin Sachsen) arbeiteten schon in diesem Laden. "Von der Pike auf hatte ich mit Büchern zu tun", sagt Eberhardt, die von 1998 bis 2000 hier ihre Lehre machte.

Der Traum vom eigenen Laden - den gab es in der Vergangenheit immer mal, erzählen die Frauen, die im Laufe der gemeinsamen Arbeitsjahre ein eingespieltes Team wurden und sich aufeinander verlassen können. Und so sei der Entschluss des Neuanfangs sehr schnell entstanden. Privat geführte Buchläden sind Kämpfner zufolge im ländlichen Raum nichts Ungewöhnliches.

Der neue Laden wird etwas kleiner sein. Die baulichen Veränderungen werden vom Vermieter finanziert. "Er kommt uns sehr entgegen", bedankt sich Kämpfner schon vorab für die Unterstützung. Die Reduzierung der Verkaufsfläche habe ganz pragmatische Gründe. "Der Laden ist einfach zu groß zu zweit", sagt die Bornaerin. Das allgemeine Sortiment werde nicht geändert - die Bücher somit nur etwas straffer im Regal stehen. Kinderbücher, Belletristik, Sachbücher, regionale Titel und Reiseführer seien auch künftig zu haben. Neu eingerichtet wird ein Onlineshop für die Kunden, die dann selbst bestellen können. "Wir liefern auch innerhalb des Stadtgebiets aus", kündigt Kämpfner einen Service an. Und natürlich werden die beiden Buchhändlerinnen "ihren Laden nach ihren Vorstellungen" einrichten. Wie der Umbau und das damit verbundene Prozedere vonstatten gehen wird, ist noch unklar. Bis auf Widerruf macht das Team weiter wie bisher. Bestellungen sind zurzeit nicht möglich, Gutscheine werden nicht angenommen. Der Verkauf läuft ganz normal.

Für die Auszubildende soll eine Stelle in einer anderen Buchhandlung gefunden werden, damit sie die Lehre fortsetzen kann. "Es wäre zu unsicher für sie", sagte die Chefin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2013

Grätz, Saskia

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