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Borna Der geheime Kandidat von außerhalb
Region Borna Der geheime Kandidat von außerhalb
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13:54 19.05.2015

Schließlich geht es um die Wahl des Oberbürgermeisters in der Kreisstadt Borna. Aber natürlich ist alles streng geheim. Immerhin machen aber Gerüchte die Runde, dass der Landtagsabgeordnete mit Wohnsitz Kohren-Sahlis seine Bornaer Parteifreunden schon bald einen Anwärter auf den Chefsessel im Rathaus präsentieren könnte. Einen, der nicht aus Borna kommt.

Dabei schwirrt es in der Gerüchteküche ohnehin. Neben den bekannten Interessenten mit CDU-Parteibuch wie Stadtrat Sylvio Weise und ohne (CDU-)Parteibuch wie dem Geschäftsführer der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS), Sören Uhle, wird auch immer wieder sein Name genannt: Sebastian Stieler, der 24-Jährige, der für viele eine Art Hoffnungsträger ist, schon weil er mit seinem jugendlichen Alter punkten kann. Das weiß der junge Mann, der seit 2009 im Stadtrat sitzt, selbstverständlich und redet nicht lang um den heißen Brei herum. Ja, er könne sich das vorstellen "und ich will es auch nicht ausschließen", was jemand halt so sagt, wenn er so eine Frage gestellt bekommt. Und Stieler verweist auf die Gespräche, die hinter den Kulissen laufen und bei denen es darum geht, dass sich CDU, "Bürger für Borna" (BfB) und auch die SPD auf einen Herausforderer für Amtsinhaberin Simone Luedtke (Linke) verständigen.

Sofern diese Bemühungen nicht vom CDU-Kreisvorsitzenden von Breitenbuch höchstselbst torpediert werden. Von ihm heißt es, er habe jemanden, der sozusagen von außen eingeflogen werden könnte. Jemanden, der maximal noch eine Amtszeit im Bornaer Rathaus bestreiten könnte, so wie es das mehrheitlich unfreiwillige Schicksal aller drei früheren Bornaer Nachwende-Stadtchefs war. Was nach einer klaren Nachfrage bei von Breitenbuch ruft. Ist da also etwas dran? "Wir schauen selbstverständlich auch über Borna hinaus", sagt der CDU-Kreischef. Bleibt die Frage, ob der oder die Luedtke-Herausforderer/in unbedingt das CDU-Parteibuch haben muss. Da hatte der starke Mann der Bornaer CDU, Stadtratsfraktionschef Roland Wübbeke kürzlich klar und deutlich zu Protokoll gegeben, dass seine Eitelkeit in diesem Punkt nicht mehr sehr groß sei, es also nicht zwingend auf die CDU-Mitgliedschaft des Luedtke-Herausforderers ankomme. Von Breitenbuch mag es lieber weniger klar und bleibt im ungefähren, wenn er sagt, dass eine Partei wie die CDU "selbstverständlich den Anspruch" habe, mit einem eigenen Kandidaten anzutreten. In jedem Fall aber müsse die CDU rechtzeitig einen Kandidaten benennen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.10.2014
Nikos Natsidis

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