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Borna Der letzte Einsatz für den Pegauer Stadtwehrleiter Dietrich Baldeweg
Region Borna Der letzte Einsatz für den Pegauer Stadtwehrleiter Dietrich Baldeweg
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00:33 15.03.2018
Für seine besonderen Leistungen um den Pegauer Brandschutz bekommt der scheidende Stadtwehrleiter Dietrich Baldeweg (2. v. l.) von seinen Kameraden ein besonderes Abschiedsgeschenk, das Nachfolger Marco Becher (v. r.), Bürgermeister Frank Rösel und Neu-Vize René Bleidorn übergeben. Quelle: Foto: Olaf Becher
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Pegau

Als am Sonnabend, 9.30 Uhr, in Pegau die Sirene losheulte und die Pieper schrillten, da warteten die meisten Kameraden bereits im Gerätehaus und die Wehren der Ortsteile sowie eine Abordnung aus Elstertrebnitz nahmen mit ihren Fahrzeugen schon auf dem Marktplatz Aufstellung. Nur einer wusste nichts von diesem Alarm.

Unvergessliche Ehrung

Erste Aufgabe des letzten "Einsatzes" für Hauptmann Dietrich Baldeweg war das Löschen eines Kleinbrandes. Der  Stadtwehrleiter scheidet nach 45 Jahren aus dem Feuerwehrdienst. Quelle: Foto: Olaf Becher

Entsprechend flott kam Dietrich Baldeweg zur Wache gerannt. Erst hier wurde ihm klar, dass es diesmal nur um ihn selbst ging. Seine Kameraden hatten für den 66-Jährigen zum Abschied aus dem aktiven Feuerwehrdienst einen letzten Einsatz organisiert, der ihm wohl unvergesslich bleibt. Im Löschfahrzeug ging es bis vor das Rathaus der Elsterstadt, wo Baldeweg zunächst ein kleines Feuer mit der Kübelspritze löschen musste und vom Korb der Groitzscher Drehleiter aus noch ein Plüschtier vom Fenstersims zu retten hatte.

Sichtlich gerührt, nahm er dann aus den Händen seiner Kameraden ein würdiges Abschiedsgeschenk nach 45 Jahren in der Einsatzabteilung entgegen. Nicht nur ihm standen dabei Tränen in den Augen, und die Dankesworte fielen nicht leicht. „Diese Aktion ehrt mich ungemein. Es freut mich, dass die Kameraden so eine gute Meinung über mich haben. Da kann ich wohl über die Jahre nicht viel falsch gemacht haben“, sagte Baldeweg mit etwas Abstand vom gerade Erlebten.

Wechsel in die Altersabteilung

Nach seinem Umzug von Rötha nach Pegau konnte ihn 1973 ein ehemaliger Arbeitskollege und Feuerwehrmann überzeugen, selbst in die Wehr einzutreten. Dabei lernte er von den älteren Kameraden das Feuerwehrhandwerk von der Pike auf. Mitte der 1980er-Jahre absolvierte er ein organisiertes Selbststudium zum Offizier der Feuerwehr,1988 übernahm er das Amt des stellvertretenden Wehrleiters. Ab 1991 stand Dietrich Baldeweg dann an der Spitze der Pegauer Kameraden. Dazu fungierte er kurzzeitig als Vize-Kreisbrandmeister sowie ab 2001 mit der ersten Eingemeindung als Stadtwehrleiter.

Während er dieses Amt nun Jüngeren überlässt, bleibt der ehemalige Lokführer im Kreisfeuerwehrverband weiter als einer von vier stellvertretenden Vorsitzenden aktiv und leitet zudem das Fachgebiet Feuerwehrhistorik. In der Pegauer Wehr wechselt der Brandinspektor nun in die Altersabteilung. Von dort aus will er als Rentner die Feuerwehr weiter nach Kräften unterstützen, auch wenn er zukünftig nicht mehr zu Einsätzen mitfährt. „Bewahrt die Kameradschaft, denn gemeinsam kann man doch einiges bewirken“, gab er seinen Feuerwehrleuten mit auf den Weg.

Von Olaf Becher

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