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Deutsche Bläserakademie in Bad Lausick eingeweiht

Deutsche Bläserakademie in Bad Lausick eingeweiht

Bad Lausick. Mit einem Festakt am Mittag und einem Konzert am Abend wurde gestern in Bad Lausick die Deutsche Bläserakademie eingeweiht.

. Das neue Musikhaus am Rande des Kurparks vereint nunmehr unter seinem Dach die renommierte Bildungsstätte und die Sächsische Bläserphilharmonie, vor allem bekannt als das traditionsreiche, 60 Jahre alte Rundfunk-Blasorchester (RBO) Leipzig.

Die Welt schaute am Mittag auf London, wo sich Prinz William und Kate Middleton das Ja-Wort gaben. Im Landkreis Leipzig spielte zur selben Stunde die Musik in Bad Lausick. Dort übergab Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) den symbolischen Schlüssel für die Deutsche Bläserakademie – nebst einem Taktstock – an Landrat Gerhard Gey (CDU). Der wiederum reichte die Insignien umgehend an Bläserakademie-Geschäftsführer Heiko Schulze und Chefdirigent Thomas Clamor weiter.

Zuvor hatte Sachsens Regierungschef ein doppeltes Lob vorgebracht – für jene, die sich für diese Stätte der Musik stark machten und für die architektonische Lösung: „Es ist ein wundervolles Gebäude." Der Freistaat habe das Projekt mit 1,6 Millionen Euro gefördert, laut Tillich „gut angelegtes Geld". Denn hier entstehe ein lebendiger Mittelpunkt und ein Netzwerk der deutschen Bläsermusik, und die Philharmonie habe endlich ihre lang ersehnte Proben- und Wirkungsstätte erhalten.

Vor exakt drei Jahren wurde das Projekt auf den Weg gebracht: Das zuständige Ministerium sagte die Förderung zu, der damalige Muldental-Kreistag löste für 80 000 Euro die Planung aus und bewilligte die Eigenmittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist nunmehr eines der wichtigsten Vorhaben des Landkreises in Gestalt des Musikhauses umgesetzt.

Landrat Gey, auch Konventsvorsitzender des hiesigen Kulturraums, sprach von einer Punktlandung bei den Kosten. Die Abweichung betrage weniger als 1000 Euro. Drei Gründe hätten für den Bau des komfortablen Hauses den Ausschlag gegeben, trotz knapper Kassen: die Leistungen und die künstlerische Ausrichtung des Orchesters, die finanzielle Absicherung des Klangkörpers durch das 2008 entfristete Kulturraumgesetz in Sachsen und die erfolgreiche Entwicklung der Kurstadt Bad Lausick. Sie gewinne damit einen weiteren Standortfaktor. Gey: „Wir weihen heute keineswegs ,nur‘ ein Haus mit einem hervorragenden Probenraum ein, sondern ein Kompetenzzentrum der professionellen Musikkultur." Darüber hinaus würden auch die Musikschule und die Stadtmusik Bad Lausick das Haus nutzen. Unter seinem Dach soll sich ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot entwickeln. „Musiker aus der ganzen Welt werden nach Bad Lausick kommen", so Gey. Derzeit würden Kooperationsvereinbarungen vorbereitet, um das internationale Netzwerk zu knüpfen. Eine wurde gestern bereits unterzeichnet, mit der Jeuness Musical Deutschland.

„Dieses Haus mit seinem Orchester und der Akademie ist ein Grundpfeiler, der fest verankert in der Kulturlandschaft unseres Landes ein künstlerisches Kreativzentrum vieler Beteiligter sein soll", sagte Akademie-Chef Schulze. Neben den regionalen Partnern seien das vor allem deutsche und internationale Musik-Fachverbände. Das neue Haus sei „kein Luxusbau, aber auch kein profaner Zweckbau", so Schulze zu seiner neuen Wirkungsstätte, die der Bad Lausicker Architekt Axel Höer mit seinem Team entworfen hat. Es füge sich hervorragend in die Parklandschaft ein.

Wie zuvor schon der Präsident des Deutschen Musikrates, Martin Maria Krüger, mahnte aber auch Schulze eine leistungsgerechte Vergütung der derzeit 35 Musiker an. Seit zwölf Jahren sind deren Gehälter eingefroren. Krüger unterstrich zudem die Bedeutung des Klangkörpers: „Es ist das einzige zivile symphonische Blasorchester europaweit." Für die Repertoirepflege und musikalische Weiterentwicklung brauche es so ein Orchester.

Heute und morgen, jeweils ab 10 Uhr, lädt die Deutsche Bläserakademie zum Tag der offenen Tür ein – mit viel Musik am und im neuen Haus und auf der Freilichtbühne „Schmetterling".

Frank Prenzel

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