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Deutschlandchef von Lekkerland im Interview zum neuen Standort Borna

Neues Logistikzentrum Deutschlandchef von Lekkerland im Interview zum neuen Standort Borna

Der Betrieb im neuen Logistikzentrum von Lekkerland in Borna läuft reibungslos. Vor wenigen Wochen erfolgte der Umzug des Unternehmens von Hartmannsdorf. „Wir haben mit Borna einen sehr guten Standort gewählt“ sagte Frank Fleck, Chef des Deutschland-Geschäfts. Die LVZ fragte nach.

Blick auf das Bornaer Logistikzentrum Lekkerland.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Seit wenigen Wochen läuft der Betrieb im Logistikzentrum von Lekkerland in Borna reibungslos. Der Umzug des Unternehmens von Hartmannsdorf ins Gewerbegebiet am östlichen Stadtrand von Borna verlief geräuschlos. „Wir haben mit Borna einen sehr guten Standort gewählt“ sagte Frank Fleck, Chef des Deutschland-Geschäfts. Die LVZ fragte nach.

Frage: Im Oktober startete der Probebetrieb. Welche Erfahrungen konnten Sie in den ersten Wochen am neuen Standort sammeln?

Frank Fleck: Die Erfahrung ist, dass wir kaum neue Erfahrungen sammeln konnten. Normalerweise ist ein Umzug sehr komplex und hat Auswirkungen auf das tägliche Geschäft. Abläufe funktionieren nicht beim ersten Mal, so dass einige Kunden ihre Ware nicht rechtzeitig bekommen. Das ist hier nicht eingetreten. Einen Umzug in dieser Perfektion haben ich selten erlebt.

Warum klappte der Umzug so geräuschlos?

Weil die Voraussetzungen hier gut sind, beispielsweise die Verkehrsanbindung. Aber auch die Mitarbeiter haben einen super Job gemacht. Für uns war von Vorteil, dass fast 90 Prozent der angestammten Truppe mit umgezogen sind und die Abläufe vertraut waren.

In Hartmannsdorf ist Lekkerland an die Grenzen gestoßen. Wie konnte sich Borna unter anderen potenziellen Standorten durchsetzen?

Wir haben uns natürlich unterschiedliche Standorte angeschaut. Aufgrund der Verkehrsanbindung, aber auch der Nähe zu Hartmannsdorf haben wir uns für Borna entschieden. Ein weiterer Grund war, dass wir von der Oberbürgermeisterin Simone Luedtke mit offenen Armen empfangen und sehr konstruktiv unterstützt wurden. Am Ende hat das gesamte Paket für Borna gesprochen.

Aber sie mussten schon kämpfen, um in Borna den Fuß in die Tür zu bekommen!

Ja, zu unserer Überraschung. Normalerweise werden wir in den Kommunen, in denen wir investieren wollen, eher positiv aufgenommen. Borna hat sich anfangs damit schwer getan. Aber die Verwaltung hat zu uns gestanden und einen wesentlichen Anteil daran, dass dieses tolle Lager hier gebaut worden ist.

Als Logistikunternehmen bringt Lekkerland Verkehr in die Stadt. Bewohner nahe des neuen Gewerbestandortes haben Bedenken wegen des Lärms und der Emissionen. Wie konnten Sie deren Bedenken zerstreuen?

Wenn sich hier im Gewerbegebiet Industrie ansiedeln soll, muss mit einem gewissen Verkehrsaufkommen gerechnet werden. Wir versuchen das abzufangen. Weil die Autobahn in unmittelbarer Nähe ist, wird die Stadt von einem Teil unseres Verkehrs gar nicht berührt. Und wir sind kontinuierlich bestrebt, unsere Fahrzeugflotte auf dem neuesten Stand zu halten und wenn nötig zu modernisieren, um die Belastung beispielsweise durch Emissionen in Grenzen zu halten.

Borna ist im Konzernverbund ein mittlerer Standort. Woran machen Sie das fest?

Primär an der Größe, aber auch an der Funktion des Lagers. Wir haben bundesweit 15 Lekkerland Läger. Davon gibt es fünf Großstandorte, die sich in Ballungsräumen wie Berlin und München befinden. Mittlere und kleine Läger wie Borna führen nicht das gesamte Lekkerland-Sortiment, sondern nur Teile. Neu am hiesigen Standort ist eine relativ große Tiefkühl- und Frischezone. Hier werden aber auch nur Teile des Sortiments, sogenannte Schnelldreher, umgeschlagen. Der Rest wird zugeliefert aus dem Großlager Berlin.

Es gibt immer noch relativ große Lücken in den Regalen des neuen Lagers. Warum?

Das ist die Zukunft. In Hartmannsdorf ist das Lager aus allen Nähten geplatzt. Hier haben wir uns vorerst auf 15 Jahren festgelegt, das ist ein extrem lang laufender Mietvertrag. Convenience ist ein wachsender Markt. Dafür haben wir vorgesorgt. Die Lücken werden sich sukzessive füllen, indem wir neue Kunden gewinnen und das Geschäft weiter steigern.

Sie sind der erste Investor im Gewerbegebiet Borna-Ost und würden sich über Nachbarn freuen. Welche Branchen könnten zu Ihnen passen, welche würden Sie in Bedrängnis bringen?

Ich sehe keinen Wettbewerber, der uns in Bedrängnis bringen könnte. Es ist immer von Vorteil, wenn ein solcher Standort mehrere Firmen beherbergt. Das hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Qualität der Fachkräfte, die Ausbildung und birgt zahlreiche weitere Synergien. Auch für Borna wäre die Stärkung des Standortes ein ganz wichtiges Signal. Wir fühlen uns aber bereits als Nachbar und Mitglied der Kommune.

Von Birgit Schöppenthau

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