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Borna Deutzen zieht die Wave-Gothic-Szene an
Region Borna Deutzen zieht die Wave-Gothic-Szene an
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00:25 09.09.2015
Auf vier Bühnen wird den Besuchern im Deutzener Kulturpark Wave- und Gothic-Musik geboten. Quelle: René Beuckert
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Die zumeist jungen Leute freuten sich über das breitgefächerte Angebot der zehnten Nocturnal Culture Night, schlenderten über das Festivalgelände und nahmen sogar stundenlange Wartezeiten in Kauf, um ihre Lieblingsbands zu hören. Am Start waren unter anderem "Stahlmann", "Cryo", "Sündenklang", "Das Ich", "Sixth June", "Psyche", "Echo West" sowie "Mundtot".

Auch Besucher im gesetzten Alter ließen sich das Ereignis inmitten Deutzens grüner Lunge nicht entgehen. Thomas aus Leipzig und der aus Erfurt stammende Uwe zählen schon zur reiferen Generation. "Hier bietet sich eine schöne Gelegenheit, die Bands und ihre Musik aus unmittelbarer Nähe zu erleben", waren sich die zwei einig. Auf größeren Festivals gebe es die Nähe zu den Bands nicht so. Größer jedoch, da waren sich die Fans einig, dürfte die Veranstaltung in Deutzen nicht werden, sonst würde der familiäre Charakter darunter leiden.

Die Auftritte auf den kleinen Bühnen kamen bei den Besuchern gut an, genauso die Aftershowpartys und Filmvorführungen zu mitternächtlicher Stunde. Jutta und Thomas waren extra aus Mainz angereist. "Da wir kein bestimmtes Ziel verfolgen, bummeln wir einfach von Bühne zu Bühne", erzählte sie. Was beiden besonders gefiel, war der familiäre Charakter der Nocturnal Culture Night. "Bei anderen Veranstaltungen, die deutlich größer ausgelegt sind, müssen wir oft kilometerweit gehen, um zu den Bühnen zu gelangen", kritisierte der Mainzer.

Ganz in Schwarz gehüllt, spazierten Jana und Diana über den Mittelaltermarkt neben der Weidenbogenhalle. "Hier bietet sich eine gute Möglichkeit, nach neuem Outfit Ausschau zu halten", sagt die Leipzigerin Diana. Handwerker - vom Schmied, Filzer und Goldschmied bis zum Bürstenmacher - boten ihre Waren feil, während Gaukler und Spielleute für gute Laune sorgten und verschiedene Stände für die kulinarische Versorgung aufgebaut waren. Für ihre Freundin Jana sind vor allem die Begegnungen mit den Besuchern wichtig. "Hier treffe ich auf Leute, die ich schon von anderen Veranstaltungen her kenne." Beide bedauerten es, dass sie nicht auf allen Bühnen gleichzeitig sein konnten, weil es doch passieren könne, dass ihre Lieblingsbands gerade parallel auftreten.

Eigens für das Event waren Jasmin und Marten aus Duisburg nach Sachsen gekommen. "Wir sind das erste Mal hier und von der entspannten Atmosphäre angenehm überrascht." Für Jasmin sind nicht nur die Wave-Gothic-Musik und das Beisammensein mit Gleichgesinnten wichtig, sondern die Naturnähe. "Die meisten Bühnen stehen unter einem Blätterdach, das ist wunderschön." Besonders ins Auge gefallen seien ihnen die hiesigen Menschen, die sich freundlich und hilfsbereit zeigen.

Wer keine besondere Band zur Nocturnal Culture Night im Auge hatte, nahm die Chance wahr, auf dem Rundweg mehrere Veranstaltungsangebote in kürzester Zeit live zu erleben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.09.2015
René Beuckert/Kathrin Haase

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