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Deutzener Drittklässler mimen den Bauern

Deutzener Drittklässler mimen den Bauern

Ein Tag als Bauer. Die Drittklässler der Deutzener Grundschule erlebten genau das, als sie am Mittwoch mit Landwirt Mirko Friedel durch Weizenfelder tobten, zwischen Milchkühen eine herbe Brise nahmen oder mit dem Trekker durch die Botanik knatterten.

Deutzen. Der Sächsische Landesbauernverband finanziert das „Lern-Erlebnis Bauernhof", um dem Trend der „Entfremdung" zur Landwirtschaft entgegenzuwirken. „Ich finde den Gestank gar nicht so schlimm. Mein Papa ist auch Bauer und ich werde auch einer, weil es toll ist mit Tieren zu arbeiten", sagte der neunjährige Robin Heilemann bestimmt, als er mit seinen Klassenfreunden durch den Friedel‘schen Kuhstall geisterte. Am Mittwoch wollten sie (fast) alle Bauern werden. Phillip Dix, weil er „die Kühe so niedlich findet" und auch Lucie Gerlach konnte sich so gar nicht von den Kälbchen trennen. Cynthia Pochanke hingegen mimte die feine Dame und zieht eine Zukunft als Schauspielerin den pinkelnden Tieren lieber vor: „Die sind mir zu groß", gab sie zu - hatte aber trotzdem jede Menge Spaß in der eintägigen Rolle des Bauern.

Was genau das Ziel des Sächsischen Landesbauernverbandes ist: „Gerade junge Menschen verlieren immer mehr den Bezug zu den Lebensgrundlagen. Alle Erfahrungen haben gezeigt, dass Schulbücher und theoretische Unterweisungen keine Hoferkundung vor Ort ersetzen", erklärt ein Sprecher, warum das „Lern-Erlebnis Bauernhof" so wichtig ist. Auch Schulleiterin Renate Blonski war froh über dieses Angebot des Landesbauernverbandes: „Zum einen ist das eine großartige Ergänzung zum Unterricht und eine tolle Einstimmung auf die Ferien."

Fanden die Drittklässler auch, die ein Frühstück und ein Mittagessen vom Bauernverband spendiert bekamen. „Lecker", fand auch Dominik-Pascal Lange. Auch wenn dort keine frische Milch aus einer der 60 Kühe von Mirko Friedel auf dem Tisch stand, die täglich rund 1500 Liter Milch geben: Gelernt haben sie trotzdem viel über den Beruf des Landwirts. Auch, dass der oft länger als zwölf Stunden arbeitet und am Wochenende eigentlich nie frei hat. „Aber der kann im Feld rumtoben, wann immer er Lust dazu hat", war auch Katja Langdorf etwas neidisch.

Thomas Lieb

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