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Borna Deutzener Kaninchenzüchter organisieren im Kulturpark eine Schau mit Jungtieren
Region Borna Deutzener Kaninchenzüchter organisieren im Kulturpark eine Schau mit Jungtieren
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00:19 12.07.2017
Vereinschef Uwe Kassl (li) und Zuchtfreund Werner Räßler begutachten ein Rassekaninchen. Quelle: René Beuckert
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Neukieritzsch/Deutzen

Mit Liebe zum Detail gestalteten die Deutzener Kaninchenzuchtfreunde des S 91 die Ausstellungsfläche im Kulturpark. Noch vor der eigentlichen Eröffnung am Samstag, stellten sie Blumenkübel auf und dekorierten die Tische mit kleinen Hasenfiguren.

„Es geht zwar um die Tiere, aber wenn die Atmosphäre stimmt, fühlen sich die Besucher wohl“, weiß Werner Räßler vom S91 zu berichten. Weiter erzählt er, dass es mittlerweile Tradition ist, am Eröffnungsvortag, wenn die Bewertungsrichter die Tiere begutachten, der Hort einzuladen. „Damit bieten wir den Kindern die Möglichkeit, die Tiere einmal aus unmittelbarer Nähe zu erleben, zumal sie dieselben auch anfassen dürfen. Vielleicht wecken wir bei einigen Kindern das Interesse an der Kaninchenzucht“, meint Räßler.

So abwägig scheint der Gedanke nicht. Rücken in den meisten Kaninchenzuchtvereinen kaum neue junge Mitglieder nach, erfreuen sich die Deutzener über reges Interesse von Jugendlichen. „Zu unserem Verein zählen immerhin fünf Kinder und Jugendliche, die dem schönen Hobby nachgehen“, hebt Vereinschef Uwe Kassl hervor.

Kaninchenzucht ist zwar nicht jedermanns Sache, doch wen es einmal gepackt hat, der bleibt meist ein Leben lang dabei. Zuchtfreund Uwe Rudolph ist mit seinen Zwergwidder auf der Rassekaninchen-Jungtierschau vertreten. „Angefangen habe ich vor 50 Jahren. Mein Vater hat schon gezüchtet und damit bei mir das Interesse an den Tieren geweckt“, gesteht er. Zuchtfreund Rudolph möchte den Umgang mit den Kaninchen nicht missen. „Es ist eine schöne Abwechslung zum Alltag“, stellt er fest.

Auch Züchter Thomas Jakob ist von dieser Tätigkeit begeistert. „Im Berufsleben sorgt die Beschäftigung mit den Tieren nach Feierabend für einen Ausgleich zur Arbeit“. Heute besucht er andere Ausstellungen oder beteiligt sich daran. Es ist nicht nur der Umgang mit den Tieren, der den Züchtern gefällt, auch das Fachsimpeln gehört mit dazu. „Es ist immer wieder ein Erlebnis, auf Gleichgesinnte zu treffen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, wo wir Erfahrungen und Neuigkeiten austauschen“, meint Jakob.

Gern steigen die älteren Zuchtfreunde in die Vergangenheit ein, erinnern an DDR-Zeiten, in denen neben der eigentlichen Zucht noch der Fleischerwerb im Vordergrund stand. „Zu dieser Zeit haben wir Züchter auch noch für das Fell Geld bekommen“, sagt Vereinschef Uwe Kassl. Auch die Beschaffung von Futter, das früher selber angebaut wurde, bis hin zur Rasenmahd erledigten die Zuchtfreunde autark. Heute sei das kein Thema mehr, denn Kaninchenfutter in den unterschiedlichsten Mischungen steht ausreichend zur Verfügung.

Werner Räßler schwört nach wie vor auf Eigenanbau. „Ich füttere wie eh und jeh traditionell und kann kaum einen Unterschied zwischen herkömmlichen und speziellen vom Handel angebotenen Sorten feststellen“, sagt er.

Von René Beuckert

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