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Borna Deutzener Parkfest lockt mit Karate-Show, Disko und Flohmarkt
Region Borna Deutzener Parkfest lockt mit Karate-Show, Disko und Flohmarkt
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09:27 29.08.2016
Entenangeln kam bei den jüngsten Besuchern gut an. Quelle: Foto: René Beuckert
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Deutzen

Das Deutzener 45. Parkfest war am Freitag und Samstag Anziehungspunkt für Alt und Jung. Schon am Freitag kamen etwa 200 Besucher zur Karate-Show und Diskoveranstaltung. Am Samstag gaben sich unter dem grünen Blätterdach der Weiden vor allem Familien ein Stelldichein.

„Beinahe hätte es keine Veranstaltung gegeben“, bedauert Jens Buder. „Das Parkfest war bereits im Vorfeld gut geplant, doch durch die Auflösung des Ortschaftsrates Anfang August, der in der Vergangenheit als Veranstalter fungierte, war plötzlich keine Genehmigung für das Event möglich“, meint Jens Buder. Deshalb habe Kai Bauch und er das Parkfest quasi als Veranstalter, angemeldet, so Jens Buder. Seit 1970 findet das legendäre Deutzener Parkfest statt, das seither nur einmal, nämlich wegen der 775 -Jahr-Feier, ausfiel.

Zum 45. Parkfest bescherte bestes Wetter, mit Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad, die Besucher. Trotz Hitze kamen am Samstagnachmittag viele Besucher mit ihren Kindern, denen einiges an Unterhaltung und zum Mitmachen geboten wurde. Besonders der Auftritt der Kindergarten- und Schulkinder lockte viele Eltern und Großeltern an. Besucherin Bärbel Loos ließ sich den Kuchen bei einer Tasse Kaffee schmecken. „Mein Enkelkind ist mit den anderen Kindern des Kindergartens beim Parkfest aufgetreten. Es ist für mich, immer weder ein schönes Erlebnis zu sehen, wie es den Kindern gelingt, mit Tanz und Gesang das Publikum zu unterhalten“, erzählt Bärbel Loos begeistert.

Einen Tisch weiter verfolgte Liane Schild das Geschehen. „Ich freue mich hier bekannter Gesichter zu treffen. Auch der Eröffnungsauftritt der Kinder hat mir gefallen“, sagte sie. An anderer Stelle auf dem Parkgelände saßen um ein großes mit Wasser gefülltes Bassin herum Kinder mit Eltern und Großeltern, und angelten zu ihrem Vergnügen Plastik-Enten. Werner Wehefritz verfolgte das Geschehen und erinnerte sich daran, dass zu DDR- Zeiten seiner Einschätzung nach etwa 1000 Leute das Parkfest besuchten, das seinerzeit einen Besuchermagnet darstellte. „Sogar einen Springbrunnen mit einer Mauer darum hat es damals gegeben“, erinnert er sich und zeigt auf ein aus dem Boden aufragendes Metallgebilde. „Das ist davon übrig geblieben“, bedauert er. Auch auf der großen Bühne habe es musikalische Veranstaltungen gegeben, die zahlreiche Besucher anlockten. Nach der politischen Wende jedoch habe das Parkfest für die Besucher seinen Reiz verloren, das deutlich weniger Publikum anzog. „Besonders freut mich, dass heute wieder viele Kinder mit ihren Eltern und Großeltern die Gelegenheit nutzen, dem Fest beizuwohnen.“

Selbst ein Flohmarkt, den die Kinder in Szene setzten, fehlte nicht. „Wir veräußern einen Teil unserer Spielsachen, die sicher anderen Kindern Freude bereiten“, sagt Luisa Keller, die mit ihrem Bruder Elias einen Stand aufgebaut hatte.

Das Parkfest nutzte außerdem Karl-Heinz Feiner vom Heimatverein, um das kleine Museum an der Grundschule zu öffnen, in dem ein Stück Deutzener Bergbaugeschichte bewahrt wird. Übersichtlich präsentierte sich die Historie von Anbeginn des Bergbaus bis heute. Zahlreiche Dokumente und Bilder, aber auch historische Exponate, wie zum Beispiel Bergmannslampe und Uniformen zeugen von jener Zeit, als der Spruch „Glück Auf“ in der Deutzener Region noch oft zu hören war. „Für mich ist es immer wieder ein interessantes Erlebnis, wenn ältere Deutzener mir ihre Geschichte über den Bergbau erzählen“, sagte Karl-Heinz Feiner.

Von René Beuckert

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