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Deutzens Kulturpark in Schwarz: 1500 Besucher bei der Nocturnal-Culture-Night

Deutzens Kulturpark in Schwarz: 1500 Besucher bei der Nocturnal-Culture-Night

Heutzutage gibt es ja Gott sei Dank Navigationsgeräte. Damit ist auch das kleine Deutzen leicht zu finden, das am Wochenende etwa 1500 Leute der Wave-Gotik-Szene nicht nur aus ganz Deutschland anzog.

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5. Nocturnal Culture Night im Kulturpark Deutzen

Quelle: Günther Hunger

Deutzen. So dominierte im Kulturpark von Freitag bis Sonntag die Farbe Schwarz, als hier die mittlerweile fünfte Nocturnal-Culture-Night (NCN) über mehrere Bühnen ging. Mehr als 30 Bands der schwarzen Szene gaben sich die Klinke in die Hand. Lesungen, Podiumsdiskussionen und Modenschauen komplettierten das Programm.

Das Festival „ist nicht so groß, für einen kleinen Preis hat man viele Bands", lobte Evelyn Preusche aus Görlitz. „Die Anfahrt lohnt sich", ergänzte ihr Freund Michael Glaubitz. „Man bekommt viel geboten und lernt neue Leute kennen." Das Paar übernachtete auch in Deutzen - im Zelt. Etwa 50 bis 60 Prozent der Gäste würden auf dem Gelände schlafen, erzählte Veranstaltungschef Holger Troisch. Nicht nur Deutsche, auch Polen, Tschechen, Belgier oder Engländer seien unter den Besuchern.

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Deutzen. Heutzutage gibt es ja Gott sei Dank Navigationsgeräte. Damit ist auch das kleine Deutzen leicht zu finden, das am Wochenende etwa 1500 Leute der Wave-Gotik-Szene nicht nur aus ganz Deutschland anzog. So dominierte im Kulturpark von Freitag bis Sonntag die Farbe Schwarz, als hier die mittlerweile fünfte Nocturnal-Culture-Night (NCN) über mehrere Bühnen ging.

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Nadine Honsberg und Melanie Olstkoorm etwa waren aus Amsterdam und Utrecht angereist. „Wir finden es schön hier, weil es so klein und gemütlich ist", erzählte Nadine in bester Laune. Auch der Veranstaltungsort gefalle ihnen sehr gut. Der fiel 2004 beim Newcomer-Band-Contest auch Troisch ins Auge, der die NCN ein Jahr später aus der Taufe hob. Ein kleines Familienunternehmen, die Leipziger Bernd Hochmuth Veranstaltungsmanagement e.K., bei der der 39-Jährige als Produktionsleiter angestellt ist, fungierte in diesem Jahr zum vierten Mal als Veranstalter. Vor allem via Internet mache sich die Szene kundig, erklärte Troisch. Es habe sich mittlerweile herumgesprochen, dass in Deutzen am ersten Septemberwochenende die NCN über die Bühne geht. „Wir wollen einen gesunden Mix aus namhaften Künstlern und Newcomern", so Troisch. Das sei nicht auf jedem Festival zu finden. „Die Leute kommen wegen der Musik und weil der Kulturpark von der Atmosphäre her einmalig ist. Die 35 Euro Eintritt für alle drei Tage seien ein „gesundes Mittelmaß". Der NCN-Chef lobte auch die Unterstützung durch den Kulturpark und die Gemeinde Deutzen. „Das ist ganz wichtig."

In Nachbarschaft des schwarzen Festivals, wo ein kleiner Mittelalter-Markt das „normale" Publikum locken sollte, dominierten andere Farben. Die Leipziger Agentur hatte sich den 36-jährigen Andreas Thiele aus Wittenberg ins Boot geholt, der die Ein-Mann-Firma Zonkus Conkus betreibt und das vermeintlich dunkle Zeitalter im Kulturpark aufleben ließ. Aus ganz Deutschland holte er Historien-Anbieter nach Deutzen. Etwa 20 Stände waren aufgebaut, Musiker spielten und sangen, Gaukler trieben ihre Scherze, eine Feuershow fehlte nicht. „Wir wollen mit dem Mittelalter-Markt die Leute der Region begeistern", sagte der als Schankwirt gekleidete Thiele.

Speis' und Trank, Bogenschießen, Stände mit Waren - ein bunter Mix bot sich den Gästen. An Rapunzels Haarflechterey hatte sich Susanne Bülau aus Holzhausen bei Arnstadt in ein Kleid von anno dazumal gezwängt. Etwa fünfmal im Jahr bietet sie mit ihrer Schwester auf Mittelalter-Märkten Flechtfrisuren an, betreibt ansonsten einen Online-Shop. „Das macht Spaß, wenn es nicht regenet", sagte sie. Die Verbindung mit der schwarzen Szene „ist für uns super", verriet sie. Triskehle nennt sich eine eine kleine Truppe, die den Markt mit Volks- und Saufliedern bereicherte. Margo Plag, Regine Weiß und Richard Kranz kommen aus Sohlingen und Wermelskirchen und haben ihre Liebe zum Mittelalter schon lange entdeckt. „Im Sommer sind wir dreimal im Monat unterwegs", so Plag, die die Liaison mit dem Festival ebenfalls klasse fand.

Frank Prenzel

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