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Borna Die Adams auf Wohnungssuche
Region Borna Die Adams auf Wohnungssuche
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14:17 19.05.2015
Die Familie Adam aus Großdeuben sucht eine neue Bleibe und würde sich über entsprechende Angebote sehr freuen. Quelle: privat

Doch die schöne Zeit scheint vorbei zu sein: "Uns wurde zum 1. Mai gekündigt", sagt Petra Adam. Ihre Suche nach einem neuen Zuhause gestaltet sich allerdings schwierig.

Die Fronten sind mittlerweile offenbar verhärtet. Es gehe ihm nicht um die Kinder, betonte der Geschäftsmann gestern auf Anfrage der LVZ. Er habe aus finanziellen Gründen gekündigt, der Vermieter macht Außenstände für einen Stellplatz und Nebenkosten geltend. Die Adams vermuten, dass sie stören. Für die Mieterhöhungen habe es keine Gründe gegeben.

Kein Tag vergeht ohne die Suche nach einer neuen Wohnung in Zeitung und Internet. Auf eine selbst geschaltete Anzeige habe sich gar niemand gemeldet, beschreibt die Hausfrau das Problem. Immobilienfirmen und Makler hätten der Familie auch keine Hoffnung gemacht. Der Grund: Die Zinsen sind momentan günstig, viele Leute wollten jetzt aufs Land und bauen. Auch für die Adams war dieser Schritt vor drei Jahren ein ganz bewusster. Sie wohnten in Leipzig und wurden ob ihrer Kinderschar schon mal "schräg angeschaut". Sie sei kein Stadtmensch, sagt die siebenfache Mutter, die in absehbarer Zeit ein Studium aufnehmen möchte.

Der jüngste Spross Johannes ist elf Monate alt, außerdem gehören Tamara (4 Jahre), Marianne (6), Friederike (8), Johanna (10), Jonathan (11) und Elias (13) zur Familie. Drei, besser vier Kinderzimmer wären vonnöten. Dazu ein Wohnzimmer und ein Schlafraum für die Eltern, Küche und Bad. Momentan leben sie auf 150 Quadratmetern, was aufgrund eines günstigen Grundrisses genau richtig ist. Sie haben viel gemacht, sich gemütliche Räume eingerichtet. Ein Garten ist auch vorhanden. Die Arbeitsagentur übernimmt die anteiligen Wohnkosten von rund 3,85 Euro pro Quadratmeter.

Etliche Häuser haben die Eltern in den zurückliegenden Monaten besichtigt - bislang ohne Erfolg. Sie erwiesen sich als zu klein oder wären nur für eine "sehr hohe Miete" zu haben gewesen. Sie haben mit der Bürgermeisterin gesprochen und bei Kirchen nachgefragt. "Ein altes Pfarrhaus wäre ideal", sagt Petra Adam. Und eine Ofenheizung beispielsweise kein Problem. "Wir möchten kein Chicki Micki-Haus."

Ruinöse Gebäude allerdings, in die viel Geld gesteckt werden müsste, sind für die Familie zurzeit ebenso unbezahlbar wie ein Hausbau. Im Moment sei das einfach nicht drin. Ehemann und Vater Dominik (39) ist Diplombetriebswirt und selbstständig. Der Alleinverdiener der Familie erstellt Internetseiten. "Wir müssen etwas zur Miete finden", sagt seine Frau. Idealerweise ein Haus mit kleinem Hof und/oder einem Garten. Sie könne und wolle die Kinder ja nicht einsperren. Allerdings sollte das neue Zuhause nicht irgendwo in der Pampa liegen. Ab Sommer besuchen fünf Kinder der Adams die Waldorfschule in Leipzig-Mockau. Ihr Schulweg sollte praktischerweise höchstens 20 Kilometer weit sein.

Und noch etwas sollte der potenzielle Vermieter wissen: Adams machen Musik. Der Vater spielt Klavier, die Kinder Gitarre, Klavier, Cello, Geige und Querflöte. "Aber wir nehmen Rücksicht und halten uns an Zeiten", betont seine Frau.

Wer mit Wohnraum für Familie Adam dienen kann, sollte sich unter Telefon 034299/6 24 04 melden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.04.2014
Saskia Grätz

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