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Die Bahn kommt und baut: Neukieritzsch erhält nun doch Lärmschutz

Sachsen-Franken-Magistrale Die Bahn kommt und baut: Neukieritzsch erhält nun doch Lärmschutz

Der Umbau der Sachsen-Franken-Magistrale wird 2020 auch Neukieritzsch erreichen. Experten der Bahn haben dort am Mittwoch die Pläne vorgestellt. Nach einer schon im Jahre 2005 bestätigten Planung hätte der Bahnhof Neukieritzsch keinerlei Lärmschutzanlagen bekommen. Das wird nun anders.

Experten von DB-Netz erläutern in Neukieritzsch Pläne für den Umbau des Bahnhofes.

Quelle: André Neumann

Neukieritzsch. Auf 33 Jahre ist das Vorhaben angesetzt, die Sachsen-Franken-Magistrale zu einer modernen und leistungsfähigen Bahnstrecke auszubauen. Alles in allem geben die Deutsche Bahn (DB) und Kofinanzierer in diesem von 1997 bis 2030 angelegten Zeitraum rund 2,4 Milliarden Euro aus, damit Züge zwischen Leipzig und Hof sowie Dresden und Hof mit Geschwindigkeiten bis 160 Kilometer je Stunde und in engeren Takten fahren können.

Demnächst erreicht das Verkehrsprojekt Deutzsche Einheit auch den Streckenabschnitt vom Haltepunkt Böhlen Werke bis Neukieritzsch und weiter nach Regis-Breitingen. Darüber informierte ein ganzer Tross von Bahnmitarbeitern am Mittwoch in Neukieritzsch. Von 13 bis 19 Uhr hatten Interessierte die Möglichkeit, sich von Experten über einzelne Aspekte des Umbaus in Kenntnis setzen zu lassen.

Der hat mit Vorbereitungen für den Streckenabschnitt zwischen Neukieritzsch und Regis schon begonnen. Ab Mai soll in Deutzen die Sicherungstechnik umgebaut werden. Dort lässt die Bahn das Stellwerk und die alte Fußgängerbrücke abreißen. Im Juli soll der Umbau auf der freien Strecke beginnen. Bis Ende 2018 will die Bahn mit dem Umbau des Streckenabschnitts fertig sein, wozu auch der Neubau der Brücke über die Forststraße in Regis-Breitingen gehört.

Unterdessen bereitet die Bahn den nächsten großen Bauabschnitt vor. Der umfasst von 2020 bis 2023 den Haltepunkt Böhlen Werke, die Strecke nach Neukieritzsch und den dortigen Bahnhof. Allein auf diesem Abschnitt sollen laut Projektleiter Lutz Buchmann rund 100 Millionen Euro verbaut werden. Dafür werden Gleise und Oberleitungen erneuert und etliche Umbauten an dem Haltepunkt und dem Bahnhof vorgenommen.

Die Station Böhlen Werke bekommt eine neue Fußgängerbrücke und zwei erneuerte Bahnsteige. In Neukieritzsch werden vier Bahnsteige erneuert, je zwei für die Strecken Leipzig – Altenburg und Leipzig – Borna. Mit drei Aufzügen sollen die künftig auch barrierefrei erreichbar sein. Die vier vorhandenen Stellwerke werden abgerissen und durch ein neues Elektronisches Stellwerk (ESTW) ersetzt.

Im Zuge des Bahnhofsumbaus will die Bahn auch für mehr Sicherheit am Bahnübergang am Abzweig der Kreisstraße nach Deutzen von der B 176 sorgen. Dort sollen Lichtsignale dann schon auf der Bundesstraße stehen, außerdem wird ein separater Übergang für Fußgänger und Radfahrer angelegt.

Eine wichtige Rolle spielte am Mittwoch auch das Thema Lärmschutz. Nach einer schon im Jahre 2005 bestätigten Planung hätte der Bahnhof Neukieritzsch keinerlei Lärmschutzanlagen bekommen. Durch geänderte Bestimmungen und teilweise Planungsänderungen ist das jetzt anders. 380 Meter Lärmschutzwand sollen im Bereich zwischen der Brücke über die Bundesstraße 176 und dem Bahnhof errichtet werden. Geschützt würden somit die Bereiche um Schulplatz, Heidegraben und Markt.

Laut Jens Hettner von der Bahn sei das der Lärmschutz, den die Bahn wegen ihres Vorhabens baut. Darüber hinaus gebe es auch in Neukieritzsch einen größeren Abschnitt, für den der Bund Lärmschutzmaßnahmen vorsieht. Wann und in welcher Form die gebaut werden, liege nicht bei der Bahn.

Zu den ersten Besuchern der Info-Veranstaltung gehörten Christina und Gerd Janietz von der Geschichtswerkstatt. Die hatten sich Informationen zum noch unbekannten Baudatum des heutigen Bahnhofsgebäudes erhofft. Doch dazu konnten die Experten für den Streckenumbau nichts sagen. Die alten Bahnhofsgebäude spielen in den Plänen der DB-Netz keine Rolle mehr.

Von André Neumann

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