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Borna Die Hausfrau als Großverbraucher
Region Borna Die Hausfrau als Großverbraucher
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19:39 28.12.2012
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Borna

In Borna sind die privaten Verbraucher diejenigen, die den Verbrauch in die Höhe drücken. Es fehlen die industriellen Großverbraucher. Von Nikos Natsidis Der geplante Rückzug von Edeka aus der Stauffenbergstraße wegen des neuen Großlagers an der Autobahn bei Berbersdorf hat in jedem Fall negative Folgen für Borna. Eine davon auch für die SWB. Das Unternehmen gilt als Großabnehmer in Sachen Strom – und sein Rückzug dürfte sich negativ in der SWB-Bilanz niederschlagen. Firmen wie Edeka fehlen in Borna, sagt SWB-Chef Maron. Das Krankenhaus sei als Großverbraucher ebenso wenig relevant wie das Landratsamt. Ganz zu schweigen vom Fehlen eines Schichtbetriebs. Deshalb kommt es auf die privaten Verbraucher und auf den Dezember an. Der letzte Monat des Jahres war bekanntlich vor zwölf Monaten drei Grad zu warm und hatte den SWB deshalb die Zahlen verhagelt. Maron gibt deshalb unumwunden zu: „Wenn es kalt wird, ist es für die SWB günstig." Im Winter deckt das Unternehmen kraft seiner zwei Heizwerke und seiner zwei Blockheizkraftwerke den Bedarf an Strom fast zu 100 Prozent ab. Im Sommer geht das nicht, weil die Kraftwerke dann mangels Wärmeproduktion auch nicht Strom produzieren und nur für Warmwasser zuständig sind. Der Strom wird dann von EnviaM dazugekauft. Immerhin, verkündet Maron, liege die Eigenerzeugung von Strom bei 60 Prozent. Das gelte in der Branche als sehr guter Wert. 10 500 Stromkunden haben die SWB, darunter mittlerweile mehr als 100 auch außerhalb ihres originären städtischen Versorgungsgebietes. Eine Zahl, die steigerbar ist, wie der SWB-Chef sagt. Immerhin gibt es mittlerweile auch Abnehmer in Leipzig und einen gewerblichen Kunden bei Bitterfeld. Das allerdings ändert nichts daran, dass für die SWB-Bilanz auch die Bornaer Hausfrau von Bedeutung ist. Es sei jedenfalls deutlich zu merken, wann in Borna die Herdplatten höchste Leistung bringen müssten und die Bügeleisen über die Bretter fliegen: morgen wieder, am Sonntag, in der Mittagszeit. © Kommentar Seite 15

Nikos Natsidis

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