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Die Hütte brennt

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Schlauchpflege, Wartung von Atemschutztechnik und Pumpen, die Reinigung der persönlichen Ausrüstung der Feuerwehrleute will der Landkreis in einem der beiden Feuerwehrtechnischen Zentren (FTZ) konzentrieren - in Trebsen.

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Ingolf Szech ist in Thierbach neben der Reinigung und Reparatur von Atemschutzgeräten für die Ausrüstung des Chemiekalienschutzes verantwortlich.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Thierbach würde zu einer Annahme- und Ausgabestelle abgestuft. Das geht aus dem Entwurf jenes Konzeptes hervor, das die beiden defizitären FTZ aus der Krise bringen soll. Das Papier wird zurzeit in den Freiwilligen Feuerwehren und in den Rathäusern durchaus kontrovers diskutiert. Beim Kreisfeuerwehrverband fällt das Konzept glatt durch.

"Der vorliegende Entwurf lässt vermuten, dass es sich um eine Konzeption zur mittelfristigen Abschaffung des FTZ-Standortes Thierbach handelt", macht David Zühlke, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, keinen Hehl daraus, was er und sein Vorstand von jenem Papier halten, das Landrat Gerhard Gey (CDU) und Brandschutzamtsleiterin Carola Schneider als Diskussionsvorlage präsentierten. Das Papier sei "nicht zu befürworten". Was geplant sei, bedeute nichts anderes als die "schrittweise Einstellung des Dienstleistungsservices für die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren". Das trage man nicht mit.

Die Situation beider Zentren ist in der Tat prekär. Die überörtliche Ausbildung ist förmlich zusammengebrochen. Statt 16 Lehrgängen mit 201 Teilnehmern anno 2011 fanden im vergangenen Jahr ganze drei mit 45 Teilnehmern statt. Viele Kommunen, die Ausbilder in ihren Reihen haben, kümmern sich längst selbst um eine kostengünstige und passgenaue Ausbildung. Das verschärft die finanzielle Schieflage der FTZ. Die Atemschutz-Übungsanlage in Trebsen wird, da sie spezielle Technik voraussetzt, uneingeschränkt genutzt; die Zahl derer, die im Thierbacher Brandübungs-container trainierte, halbierte sich binnen zwei Jahren jedoch. Gut genutzt werden beide Zentren, was die Bereitstellung und Wartung von Schläuchen und Technik betrifft.

Um beide Zentren aus den roten Zahlen zu führen, schlägt das Konzept vor, zahlreiche Wartungen und Prüfungen in Trebsen zu konzentrieren und die in Thierbach vorhandene Technik dorthin umzusetzen. Die Atemschutz-Übungsanlagen sollen an beiden Orten bleiben. Für den Brandübungscontainer in Thierbach ist der Kreis mit einem Kooperationspartner aus der Wirtschaft in Verhandlung. Der nämlich soll, da er selbst Löschkräfte vorhält und trainiert, die Anlage künftig auf seinem Betriebsgelände betreiben und für die Feuerwehren des Kreises nutzbar halten. In Thierbach könnte statt dessen eine Rettungswache für den ländlichen Bereich um Borna angesiedelt werden.

Gegen eine Rettungswache in Thierbach hat der Kreisfeuerwehrverband nichts. Ansonsten aber lässt er in seiner Stellungnahme kaum eine gute Faser an dem Konzept. Die Konzentration der Wartung und Prüfung der Atemschutzgeräte wie der persönlichen Ausrüstung an einem Ort sei "unsinnig", beschere den Wehren höheren Aufwand und verstärke die Abwanderung zu privaten Anbietern, so das Urteil. Dass die FTZ überhaupt erst ins Trudeln gekommen seien, hänge nicht zuletzt damit zusammen, dass ein qualifizierter Leiter fehle. Sinkende Einsatzzahlen der Zentren ergäben sich aus den "unzuverlässigen Einsatzzeiten des Bereitschaftsdienstes". Fazit: Kehrte der Landkreis zurück zu einem "den vorhandenen technischen Möglichkeiten entsprechenden Service mit qualifiziertem Personal", würden beide FTZ wieder intensiver genutzt, so wie es bis 2008 der Fall gewesen sei. Voraussetzung zwei: nachvollziehbare und bezahlbare Gebühren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2014
Ekkehard Schulreich

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