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Borna Die Jahresbilanz der Bornaer Brandschützer
Region Borna Die Jahresbilanz der Bornaer Brandschützer
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15:35 11.01.2013
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Borna

Außerdem gehörten Hilfeleistungen nach Unfällen zum Einsatzspektrum. Auch 2012 gab es Einsätze mit tragischem Ausgang. So am 1. Dezember, als die Brandschützer das Feuer in einem Haus in der Tummelwitzer Straße löschen mussten, bei dem es einen Toten gab. Oder der Großeinsatz beim Feuer im Böhlener Ortsteil Gaulis, der bekanntlich mehrere Personen zu Obdachlosen machte. Die Brandschützer hatten in den zurückliegenden zwölf Monaten jedenfalls mehr zu tun als im Jahr zuvor. Warum das so war, lässt sich freilich nicht rational erklären, sagt der Leiter der städtischen Feuerwehr. Am 10. Januar wurde die Feuerwehr in die Bahnhofstraße gerufen. Dort hatten Jugendliche versucht, Pommes frites zu machen, wobei Flammen aus dem Kochtopf schlugen. Dann, erinnert sich Noeske, begingen die jungen Leute allerdings einen entscheidenden Fehler. Anstatt den Topf einfach mit dem Deckel abzudecken, versuchten sie das Feuer mit Wasser zu löschen – und sorgten damit für eine ordentliche Brandentwicklung. Es war nicht der einzige Einsatz wegen Feuers in einer Wohnung. Am 19. September wurde Feuer in einer Wohnung an der Alten Schäferei in Zedtlitz gemeldet, am 14. Dezember brannte es in einem Keller in der Magdeborner Straße. Ausrücken musste die Feuerwehr auch, weil am 26. Juli Am Wilhelmschacht ein Mähdrescher in Flammen stand oder am 16. Februar Baucontainer am Teichgymnasium brannten. Hinzu kamen nach Angaben von Wehrleiter Noeske 33 so genannte Hilfeleistungen, bei denen die Feuerwehr wie am 9. Januar zwischen Deutzen und Ramsdorf zwei eingeklemmte Personen aus einem Fahrzeug befreien musste oder am 13. Februar dafür sorgen musste, dass eine schwergewichtige und bettlägerige Frau ihre Wohnung in der Luckaer Straße verlassen konnte. Dort waren die Zugänge schlichtweg zu klein. Kompetenzwirrwarr dagegen mussten die Bornaer Brandschützer aushalten, als sie am 6. Oktober ans Speicherbecken Borna, bekannt als Adria, gerufen wurden. Dort brannte eine Böschung – und zwar an einer Stelle, die das Bergamt wegen Einsturzgefahr gesperrt hatte. „Betreten verboten" auch für die Feuerwehr, die deshalb, so erinnert sich der Feuerwehrchef, von der Polizei davon abgehalten wurde, mit Schlauch und Löschgeräten vorzurücken. Der avisierte Löschhubschrauber fand sich nirgends, so dass die Brandschützer weiterhin nur zuschauen konnten. Die Rettung kam schließlich von oben. „Es hat dann stark geregnet", so Noeske, und die Gefahr war gebannt. Bizarr auch ein anderer Einsatz – im „Casino", einer Spielothek in der Roßmarktschen Straße, wohin die Feuerwehr am 3. Oktober wegen eines Wasserschadens gerufen wurde. „Es stellte sich heraus, dass im Urinal fortwährend das Wasser lief und der Abfluss verstopft war", so der Feuerwehrchef. Zudem war der Haupthahn defekt. Die Brandschützer rückten dennoch zum Löschangriff, wie es unter Fachleuten heißt, vor – mit ihren Geräten in den Gastraum der Spielothek. Die Spieler, sechs Leute, so Noeske, ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und frönten ihrem Laster unbeirrt weiter.

Nikos Natsidis

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