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Borna Die Kleiderbörsen in Böhlen und Kitzscher laufen gut und decken Bedarf ab
Region Borna Die Kleiderbörsen in Böhlen und Kitzscher laufen gut und decken Bedarf ab
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17:38 14.01.2010
Böhlen/Kitzscher

„Es läuft relativ gut“, sagt Carola Milde vom Columbusverein, der die beiden Einrichtungen für Bedürftige führt. Der Bedarf in der Region ist leider da und kann zum Glück auch gedeckt werden.   Zehn Monate nach der Eröffnung der Börse Am Ring 1b in Böhlen hat sich vieles eingespielt. Mittlerweile komme Stammkundschaft, erzählt Stephanie Köpping, eine der Frauen aus Böhlen, die mit diesem Projekt wieder Arbeit gefunden haben. Die Leute kommen übrigens auch von außerhalb, aus Leipzig, Borna und anderen Orten der Region. Es könnten natürlich mehr sein, sagt die 53-Jährige und spricht die Hemmschwelle an, die offenbar immer noch weit verbreitet ist und so manchen abhält: Viele trauten sich nicht, in solch einen Second-Hand-Laden zu kommen. Dafür gibt es indes keinen Grund. Die Räume wurden liebevoll eingerichtet, die angebotene Ware ist einwandfrei und wird ordentlich in Regalen sortiert oder auf Ständern präsentiert. „Teils sind die Sachen noch neu“, sagt Silvia Schellenberg. Und obendrein müsse sich niemand outen und einen Ausweis zeigen. Die von den Arbeitsgemeinschaften (Argen) vorgeschriebene Bedürftigkeit der Kundschaft ergebe sich aus dem Gespräch, sagt Milde. Zwischenzeitlich sind die Kleiderbörsen viel mehr als ihr schlichter Name vermuten lässt. Sie sind Anlaufstelle für Menschen, die mal reden wollen, die etwas auf dem Herzen haben. Im letzten Vierteljahr kamen nach Angaben von Columbus im Schnitt täglich zwölf Kunden ins Böhlener Geschäft. Und außerdem neun bis zehn Spender pro Tag, die Kleidung und anderes abgaben. In der Börse in Kitzscher läuft es ebenfalls gut. Vor Weihnachten konnten die nach einem Wasserschaden renovierten Räume übergeben werden. Im letzten Quartal sprachen dort durchschnittlich sieben bedürftige Käufer pro Tag vor, und täglich sechs Leute, die etwas abgeben wollten.

Saskia Grätz

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