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Borna Die Millionen können fließen
Region Borna Die Millionen können fließen
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15:46 19.05.2015
Zufriedene Gesichter: Fritz Jaeckel, Gerhard Gey, Veronika Lowke, Frank Rösel, Matthias Berger, Petra Köpping, Matthias Schmiedel und Peter Bringer (v.l.). Quelle: Heinrich Lillie

Colditz, Grimma, Pegau und der Landkreis Leipzig erhielten die Millionen-Zusagen.

Die größte Summe mit etwa 34 Millionen Euro für Grimma, knapp neun Millionen Euro für Colditz, knapp fünf Millionen Euro für Pegau und rund zwölf Millionen Euro für den Landkreis - im Trauzimmer des Colditzer Rathauses wurde nicht über Kleingeld gesprochen. Und Jaeckel machte auch deutlich, dass es sich bei den Zusagen keineswegs um eine Selbstverständlichkeit handele: "Es ist eine unglaubliche Großzügigkeit von Bund und Ländern." Aufgrund der Finanzlage der Kommunen hätte durchaus auch eine Förderung von 90 Prozent statt der jetzigen 100 Prozent in Erwägung gezogen werden können.

Gebäude, Straßen und andere kommunale Objekte, die durch das Hochwasser im Juni zu Schaden kamen, können jetzt in Angriff genommen werden. Fast alle Maßnahmen, die im Landkreis eingereicht wurden, bekamen grünes Licht. Im Landesdurchschnitt gelte das für etwa 85 Prozent der Projekte, so Jaeckel, in Landkreisen wie Leipzig oder Nordsachsen sei die Quote noch höher. Er ersparte den Empfängern der genehmigten Pläne allerdings nicht den Hinweis, dass es sich nicht um Freifahrtscheine handele. Da es um Fördermittel gehe, seien zur Abrechnung absolut vollständige Unterlagen gefordert.

Die Ortschefs Matthias Schmiedel (Colditz), Matthias Berger (Grimma), Peter Bringer (Pegau) und sein Kämmerer Frank Rösel sowie Landrat Gerhard Gey bedankten sich bei dem Gast aus Dresden. Auch bei komplizierten Sachverhalten hätten Jaeckel und sein Team im Wiederaufbaustab unbürokratisch und schnell nach Lösungswegen gesucht, erklärte Schmiedel als Gastgeber. Er traute sich im Trauzimmer allerdings auch zu sagen, dass dieses Vorgehen dringend erforderlich gewesen sei, genau wie die hundertprozentige Förderung. "Ansonsten", so der Colditzer Bürgermeister, "hätten sich die meisten Städte und Gemeinden beim Eigenanteil verhoben." Jaeckel gab den Dank zurück, nur aufgrund hervorragender Vorarbeiten in den Kommunen und im Wiederaufbaustab des Landkreises sei die schnelle Bearbeitung in Dresden möglich geworden.

Trotz strahlender Gesichter wegen der Millionen-Beträge: Ganz ohne Appelle trat Jaeckel die Rückfahrt nach Dresden nicht an. Dabei ging es vor allem um die Ausrichtung des künftigen Hochwasserschutzes, auf den auch die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Köpping hinwies. Aber unter anderem die Behandlung von Härtefällen oder die Umsiedlungsprobleme wurden ebenfalls noch einmal thematisiert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.09.2013

Lillie, Heinrich

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