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Die „Mütter des Erfolgs“ der Tanzgruppen

Die „Mütter des Erfolgs“ der Tanzgruppen

Mehr als 100 Mitglieder des Groitzscher Carneval Clubs (GCC) arbeiten nach Kräften daran, dass auch die 48. Saison ein voller Erfolg wird. Am Sonnabend startet die Hauptsaison.

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Sie haben die Tanzmädchen des GCC unter ihren Fittichen: Laura Naumann (vorn), Susann Seidel (dahinter v. l.), Diana Urban, Susann Schlag, Kerstin Naumann und Susann Zühlke.

Quelle: Gislinde Redepenning

Groitzsch. Der große Applaus bleibt jedoch meist den Akteuren im Rampenlicht vorbehalten. Damit jedoch alles klappt, sind das ganze Jahr über hinter den Kulissen Enthusiasmus und viel Herzblut nötig.

Die Tanzgruppen von den ganz Kleinen bis zur Prinzengarde stehen unter den Fittichen eines Sextetts rühriger Damen, die engagiert für die Erfolge der neuesten Auftritte tüfteln und proben.

Kerstin und Tochter Laura Naumann sowie Diana Urban sind verantwortlich für die Tanzmäuse. Das Lampenfieber ist dabei bei den Jüngsten wie bei den Großen kurz vorm Einmarsch immer groß. Die Trainerinnen kennen das, wenn die Akteure hibbelig sind, einfachste Dinge kurzfristig vergessen haben oder, ganz menschlich, schnell noch mal auf die Toilette müssen. Auch die Details müssen bedacht werden, neben den großen Vorbereitungen. „Wir hatten einmal Bodies mit einem Gürtel, das war eine Katastrophe", erinnern sich Kerstin Naumann und Diana Urban heute schmunzelnd, denn zügiges Umziehen funktionierte damals gar nicht.

Überhaupt sind die Kleinen schon mächtig anspruchsvoll, was ihre Kostüme betrifft. Schönheit steht absolut im Vordergrund. Als Autowäscher in Overalls sahen sie zwar im Herbst sehr niedlich aus, jeder fand sie einfach süß, doch sie selber waren ganz und gar nicht zufrieden. Glitzer, Strass und Glimmer fehlten. So dürfen sie nun wieder in feschen Shirts und kurzen Röckchen beim Tanz im Stil der 60er Jahre auf die Bühne.

Groß gewordene Tanzmäuse wechseln ab neuntem oder zehntem Lebensjahr zu den Sternchen, die mit ihren Trainerinnen Susann „Susi" Zühlke und Susann Seidel dem aktuellen Motto „Facebook, Twitter, Internet, der GCC im Wold Wide Web" entsprechend einen Tanz einstudierten, der mit dem Sprung einer der beiden Susanns aus einer Weltkugel beginnt, bevor die Sterne mit dem Binärcode 0 und 1 auf ihren T-Shirts in Aktion treten. Erst in der zweiten Saison aktiv, zählt das Duo zu den jüngsten Trainern. Doch die anderen stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. „Wir verstehen uns alle sehr gut, arbeiten zusammen, tauschen uns bei gemeinsamen Treffen aus", sagen sie.

Die Weltkugel entsteht, wie so vieles an Deko und Kulissen, zu Hause. Die Küche wird zur Bastelstube, das Wohnzimmer zum Nähatelier. Denn die Kostüme werden, wenn nicht komplett selbst genäht, zumindest aufgepeppt. „Die Partner spielen mit oder stehen zumindest dahinter. Oft packt die ganze Familie mit an, die Omas nähen, waschen und bügeln", erzählen die Damen. „Manchmal findet man Monate später noch Stoffreste oder Federn in irgendwelchen Ecken", lacht Kerstin Naumann.

Das Aushängeschild, die Prinzengarde, studiert mit Susann Schlag alle zwei Jahre einen neuen Gardetanz ein. Diesmal wechselt sie ihr Bühnenoutfit vom Tanzkleid zu einer Gruppe, die einen Flashmob organisiert. Wie manch fleißiger GCCer hat Laura Naumann eine Doppelbelastung. Als Trainerin und gleichzeitig in der Prinzengarde aktiv, ist die 16-jährige Gymnasiastin rundum für ihr Hobby im Einsatz.

Mit dem zeitraubenden Training allein ist es nicht getan. Termine und Zusammenkünfte, Feste und Feiern organisieren und koordinieren, auch Fahrten zu den Auftritten mit Eltern abzusprechen, gehört zum Job. Und während das karnevalistische Treiben für das gemeine Narrenvolk am Aschermittwoch endet, gilt für die Aktiven des GCC: „Nach dem Fasching ist vor dem Fasching."

Gislinde Redepenning

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