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Borna Die Probleme am Bornaer Bahnhof
Region Borna Die Probleme am Bornaer Bahnhof
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14:51 19.05.2015
Der Zugang zu den Bahnsteigen 2 und 3 erfolgt auf dem Bornaer Bahnhof nur über diese steile Treppe. Für Reisende mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist das eine regelrechte Zumutung. Quelle: Thomas Kube

Ein Zustand, der Anlass gibt zu Kritik, der sich aus Bahnsicht aber allenfalls mittelfristig ändert.

"Die S-Bahn ist wirklich schön. Da ist an alles gedacht", zollt Hannelore Heinig aus Borna dem neuen Netz Anerkennung. Doch die 73-Jährige aus dem Norden der Kreisstadt kommt nicht umhin, ein Aber anzufügen. Das betrifft den Bornaer Bahnhof. Auf dem gibt es nämlich keinen Aufzug und keine Rampe, um barrierefrei Gleis 2 und 3 zu erreichen. Es bleibt wie zur Bauzeit des Bahnhofs im 19. Jahrhundert einzig das Treppensteigen. Für Ältere, Menschen mit Behinderungen, Mütter, die einen Kinderwagen dabei haben, oder Reisende mit einem schweren Koffer bedeutet das einen Kraftakt. Auf jenen Gleisen aber kommt die S-Bahn üblicherweise aus Leipzig an, um Richtung Frohburg und Geithain weiterzufahren. In der Gegenrichtung besteht dieses Problem nicht, denn da hält der Zug unmittelbar am Bahnhofsgebäude.

"Wir beabsichtigen, die Verkehrsstation Borna allumfassend kundengerecht zu erneuern", heißt es auf LVZ-Nachfrage aus der Pressestelle der Deutschen Bahn. Das heiße konkret, eine Zugangsmöglichkeit ohne Stufen zu schaffen. Das könnten Rampen, aber auch Aufzüge sein. Anno 2014 wolle man dazu eine Aufgabenstellung formulieren, "um im Mittelfristzeitraum die umfangreichen Planungen zu beginnen und abzuschließen".

"Wir haben ein dringendes Interesse daran, dass sich etwas tut", sagt Hans-Robert Scheibe namens der Bornaer Stadtverwaltung. Kommune und Bahn seien deshalb im Gespräch. Man wolle die Frage der Barrierefreiheit auf dem Bahnhof "mit ähnlicher Beharrlichkeit" verfolgen wie die Einrichtung eines Servicepunktes, an dem man seit Herbst 2012 bereits wieder Fahrscheine kaufen könne.

Die neue S-Bahn ermöglicht es auch Nachtschwärmern, die bis spät (oder genauer: früh) in Leipzig unterwegs sind, nach Hause zu kommen. Wer in Borna allerdings wie Hannelore Heinig auf den Stadtbus angewiesen ist, für den bringen die zusätzlichen Züge nichts. 22 Uhr startet am Leipziger Hauptbahnhof montags bis freitags die letzte S-Bahn, zu der in Borna Anschluss an den Stadtbus B in Richtung Heinrich-Heine-Straße (Nord) besteht. Sonnabends genügt es immerhin, die S-Bahn 23.10 Uhr ab Leipzig zu nehmen, um den letzten Stadtbus der Linie A zu erwischen. "Wer ein Konzert besuchen möchte oder gern ins Theater geht, hat da ein Problem", sagt Hannelore Heinig und weiß, dass sie auch für viele andere spricht. Wer abends die Arena besuche, der schaffe den letzten Bus in Borna nicht, schon gar nicht unter der Woche. "Im Vorfeld des S-Bahn-Starts wurde viel Euphorie verbreitet", lautet ihr Fazit. Wenn man diese Vorteile nutzen wolle, stoße man schnell auf Hürden.

Im Bornaer Rathaus nimmt man diese Hinweise durchaus zur Kenntnis. Allerdings, sagt Stadtsprecher Scheibe, sei der Einfluss der Kommune auf die Fahrplangestaltung marginal - auch wenn es sich um den Stadtbus handele: "Das ist Sache des Landkreises." © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.01.2014
Ekkehard Schulreich

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