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Die Randfichten und ein Riesenrad: Bornaer Stadtfest lockte viele Besucher an

Feiern Die Randfichten und ein Riesenrad: Bornaer Stadtfest lockte viele Besucher an

Das Bornaer Stadtfest hat am Wochenende wieder Groß und Klein auf den Markt gelockt. Ein besonderes Highlight war der Auftritt der bekannten Randfichten, die auch zu einer Autogrammstunde luden.

Volle Bierbänke beim Stadtfest – die Randfichten wollen alle sehen.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Schon vor der eigentlichen Stadtfesteröffnung nahmen sich viele Besucher Zeit und schlenderten über den Marktplatz. Zwar gab es am frühen Samstagnachmittag noch kein Bühnenprogramm, dafür aber schon allerhand Kulinarisches. So nutzten etliche die Gelegenheit sich frisch Gebackenes und deftiges vom Grill schmecken zu lassen. Auch die Schausteller, die bereits am Freitagnachmittag öffneten, luden mit ihren Fahrgeschäften und Losbuden zum Vergnügen ein. Außerdem lockten zahlreiche andere Ereignisse weitere Besucher in die Stadt.

Christine Bätz und Inge Lössner hatten es sich am Samstag auf einem der sonst begehrten Veranstaltungsplätze vor der Bühne bequem gemacht. „Ich nutze jedes Jahr die Gelegenheit das Stadtfest zu besuchen. Da wird für jeden etwas geboten“, stellt Bätz fest. Ihre Sitznachbarin bedauert, dass es weniger Verkaufsstände als in den vergangenen Jahren gibt. „Ich glaube früher waren hier noch mehr Buden“, meint sie. Dennoch möchten beide das Ereignis in Borna nicht missen. „Manchmal treffe ich auf bekannte Gesichter“, meint Bätz.

Nur einige Meter weiter hatten Thea Hunger und Renate Schlesinger mitten auf dem Markt einen guten Platz gefunden. „Wir sind mit dem Fahrrad von Borna Nord hierher geradelt“, verraten beide. Jedes Jahr treffen sie sich, um gemeinsam das Stadtfest zu besuchen, bei dem ihrer Meinung nach allerhand geboten wird. „Ich bin immer wieder überrascht, was sich die Stadt zur Unterhaltung der Besucher alles einfallen lässt“, bemerkt Hunger. Auch Schlesinger findet das Fest gut organisiert. Schlechtes Wetter gibt es für die Radlerinnen aus Borna Nord nicht. „Wir haben sogar Regenschirme mit dabei und halten es hier stundenlang aus, sagt Schlesinger.“

Nichts für schwache Nerven – Fahrgeschäfte auf dem Bornaer Stadtfest

Nichts für schwache Nerven – Fahrgeschäfte auf dem Bornaer Stadtfest.

Quelle: René Beuckert

Es sind nicht nur die Bühnenprogramme, die sie faszinieren. Auch die Begegnungen mit Leuten, die sie kennen, sind ihnen wichtig. „Es ist doch immer wieder ein schönes Erlebnis auf Bekannte zu treffen, die ich mitunter lange Zeit nicht gesehen habe“, erzählt Schlesinger. Am liebsten würde sie mit dem Riesenrad einige Runden drehen, hoch über die Köpfe der Besucher hinweg, doch bisher habe sie sich nicht getraut in eine der schaukelnden Gondeln einzusteigen. „Vielleicht finde ich noch jemanden, der mich begleitet“, sagt sie voller Zuversicht und gibt sich der Veranstaltung hin.

Am Sonntagmittag traten die legendären Randfichten auf. Wer einen guten Sitzplatz ergattern konnte, ließ diesen so schnell nicht mehr los und musste deshalb unter Umständen auf die Autogrammstunde mit den Randfichten im Goldenen Stern verzichten. Wer sich angestellt hat, wurde mit einem Autogramm belohnt. Das Warten hat sich für Regina Schmidt ausgezahlt: „Und jetzt gehe ich gleich zur Bühne, um den Auftritt live mitzuerleben, denn solche Darbietungen sind anders als im Fernsehen“, sagt sie voller Erwartung.

Die Randfichten gaben im Goldenen Stern Autogramme

Die Randfichten gaben im Goldenen Stern Autogramme.

Quelle: René Beuckert

Auch die Schausteller profitieren vom Festtrubel in der Stadt. Schon seit 10 Jahren ist Ilona Parniske mit ihrem kleinen Kinderkarussell dabei. „Ich komme gern nach Borna. Hier ist alles etwas familiärer“, stellt sie fest. In der langen Zeit hat sie die Entwicklung des Stadtfestes miterlebt und bemerkt, dass immer weniger Besucher bei den Schaustellern verweilen. „Das liegt sicher auch daran, dass anderswo genauso Feste gefeiert werden. Jugendliche nutzen lieber größere Ereignisse, wie solche in Leipzig, wo mehr Aktion geboten wird.“ Dennoch freut sie sich, dass die Kinder gern einige Runden auf ihrem Karussell drehen. „Viele Großeltern erinnern sich noch gern an jene Zeit, als sie Kind waren und geben das an ihre Enkel weiter“, meint die Schaustellerin.

Von René Beuckert

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