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Borna Die Rolle des Jesus Christus
Region Borna Die Rolle des Jesus Christus
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18:39 22.04.2011
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Die drei Holzkreuze, die wie in der biblischen Geschichte auch im Dittmannsdorfer Passionsspiel eine zentrale Rolle spielen, sie haben endlich einen festen Halt. Jens Raake, ein Mitglied der Dittmannsdorfer Laienspielgruppe, hatte im Vorfeld der Aufführung zu Eisensäge und Schweißbrenner gegriffen, um eine solide Halterung zu bauen. „Die Kreuze haben uns stets Sorgen bereitet, wir konnten sie nur im Hintergrund notdürftig mit Schraubzwingen fixieren und mussten immer einen Blick auf sie werfen", erzählte Gisela Keller, die als Verwaltungsangestellte in der Kirchgemeinde Kitzscher die Fäden des Passionsspieles in ihren Händen hält.

Doch nicht nur hinsichtlich der Requisiten ist das Dittmannsdorfer Theaterspiel am Karfreitag von Jahr zu Jahr professioneller geworden. „Die schauspielerische Umsetzung hat deutlich an Qualität gewonnen, das Vertrauen der Mitspieler untereinander ist gefestigt", sagte Keller, die mit der 18 Frauen und Männer umfassenden Laienspielgruppe das Stück knapp zwei Monate lang vorbereitet hatte. Während die Geschichte gestern mit der Verhandlung über Jesu Christi einsetzte, hatte die vorjährige Vorstellung noch das Abendmahl einbezogen. „Ich habe fünf verschiedene Umsetzungen der Ostergeschichte zur Hand, die wir mit unseren räumlichen wie darstellerischen Möglichkeiten realisieren können", so Keller. „Und wenn wir diese abwechselnd in Dittmannsdorf auf die Bühne bringen, sollte es dem Publikum nicht langweilig werden."

Ganz sicher nicht langweilig wird es Annelies Müller, die zum dritten Mal den Passionsspielen beiwohnte. „Die Geschichte um Karfreitag auf diese Art und Weise darzustellen, ist eine sehr schöne Tradition", befindet die 70-jährige Kitzscheranerin, die den Schauspielern ein großes Lob zollte. „Vor ihnen, die das Stück neben Familie und Arbeit einstudieren, muss man wirklich den Hut ziehen." Noch ein Stück tiefer ziehen mag man ihn vor dem Darsteller des Jesus, dessen Rolle in diesem Jahr Thomas Plötzke zugefallen war. „Die Rolle ist zwar nicht anspruchsvoller als andere, aber der umfangreiche Text hat mich schon kurzzeitig daran zweifeln lassen, ob ich das auch hinbekomme", verriet der 38-jährige Bornaer. Er bekam es hin, und zwar gleich im Doppelpack. Denn als Dankeschön an die Kirchgemeinde Prießnitz, deren Pfarrerin Barbara Vetter die Vakanzzeit in Kitzscher nach dem Wegzug ihres Kollegen Schuster überbrückt hatte, wurde das Passionsspiel am Nachmittag in der Flößberger Kirche ein zweites Mal aufgeführt.

Roger Dietze

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