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Borna "Die Straßenmitte ist sicherer"
Region Borna "Die Straßenmitte ist sicherer"
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14:10 19.05.2015
Knapp geht es zu, wenn die hohen Laster die Brücke passieren. Quelle: Thomas Kube

Die Bahnstrecke zwischen Neukieritzsch, damals Kieritzsch, und Borna gibt es seit 1867, also fast 150 Jahre. Der flache Bogen war für damalige Gefährte kein Problem. Für heutige ist er es schon, was täglich zu beobachten ist. Brummifahrer steuern ihre Gefährte häufig auf die Mitte der Fahrbahn, um mit den oberen seitlichen Kanten der Aufbauten nicht an der Brückenunterkante zu schleifen.

Kay Seidel aus Borna fährt so einen Sattelauflieger, der vier Meter hoch ist. "Wenn du mit dem linken Rad genau auf der Mittellinie fährst, dann passt er durch", sagt der Kraftfahrer, der im Jahr gut und gerne 100 000 Kilometer auf Achse ist. Weil das dann aber wirklich Zentimetersache ist, zieht auch er seinen Laster lieber auf die Straßenmitte. "Das ist sicherer." Was, weil es viele tun, vor und hinter der Brücke immer mal wieder zu kleinen Stockungen im Verkehrsfluss auf der Bundesstraße führt. Denn die Brummifahrer müssen stoppen und den Gegenverkehr abwarten. Und sind sie einmal unter der Brücke auf der Mitte unterwegs, dann müssen Entgegenkommende für kurze Zeit warten.

Ein Problem sei das aber nicht, sagt Seidel, und er habe auch noch nicht davon gehört, dass es hier viele Unfälle gebe. Was auch die Bornaer Polizei bestätigt. Nein, sagt eine Sprecherin, "das ist kein Problem". Und es sei auch keine Häufung von Unfällen bekannt, die auf die Fahrweise der Lastwagenfahrer zurückzuführen sei.

Immerhin ist im Bereich der Brücke die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer je Stunde reduziert, und durch markierte seitliche Sperrflächen werden die Lastwagen so weit zur Mitte geleitet, dass über ihnen wirklich die aus Schildern angezeigten vier Meter Luft sind.

So hoch dürfen Lastwagen nämlich sein, sagt Markus Heier vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf LVZ-Anfrage. Zuzüglich eines Sicherheits- und Bewegungsspielraumes würden Brücken daher heute mit einer Durchfahrtshöhe von 4,50 Metern gebaut. Die würden allerdings viele ältere Bauwerke nicht einhalten, weswegen, so wie in Borna, Höhenbeschränkungen angeordnet werden.

Wollte man die 4,50 Meter in der Luckaer Straße erreichen, vermutet Heier, wäre wohl ein Neubau erforderlich. Eine Entscheidung darüber liege aber bei der Bahn, die ist Baulastträger der Brücke. Druck in dieser Richtung gibt es derzeit offenbar weder von den Kraftfahrern noch von den Verkehrsbehörden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.08.2014
André Neumann

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