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Borna Die Suche nach einem Kämmerer hat ein Ende – Voigt bleibt auf dem Posten
Region Borna Die Suche nach einem Kämmerer hat ein Ende – Voigt bleibt auf dem Posten
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16:27 17.03.2016
Guido Voigt (r.) ist der alte und neue Kämmerer der Stadt Pegau. Erster Gratulant ist Vize-Bürgermeister Horst Willigalla.
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Pegau


Sowohl die Vorstellung Voigts vor den Stadträten als auch der Beschluss, ihn zum Kämmerer zu machen, fielen in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung, da es sich um Personalangelegenheiten handelt. Horst Willigalla, stellvertretender Bürgermeister der Stadt und gleichzeitig Vorsitzender des Auswahlgremiums, das die Bewerber genauer unter die Lupe nahm, erklärte anschließend im öffentlichen Teil, dass die Räte die „richtige Wahl getroffen“ hätten. Die Verantwortung sei groß gewesen, denn die Stadt brauche jetzt dringend einen Haushalt.

Wie berichtet, musste der Stadtrat in seiner Sitzung Anfang Februar den bereits eingestellten Kämmerer Guido Voigt wieder entlassen, das Auswahlgremium neu zusammensetzen und zudem das gesamte Verfahren seit Eingang der ersten Bewerbungen neu aufrollen. Diese Vorgaben hatte die Stadt vom Landratsamt bekommen, nachdem angeprangert worden war, dass Bürgermeister Frank Rösel (53, parteilos) Vorsitzender des Gremiums war, sich sein Neffe Voigt für den Posten beworben hatte und bereits im September vergangenen Jahres vom Stadtrat als Kämmerer bestätigt worden war.

Neuer Vorsitzender des Gremiums wurde Willigalla, der am Mittwoch erklärte, dass in der neuen Runde fünf Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden seien. Bei dem Gespräch sei nicht nur das Gremium, bestehend aus ihm, der Vorsitzenden des Finanzausschusses und der Leiterin des Personalamtes, sondern auch eine Mitarbeiterin des Landratsamtes zugegen gewesen. Diese hatte vorrangig die Aufgabe, den Bewerbern Fragen zur doppischen Haushaltsführung zu stellen. „Drei von den fünf haben ihre Bewerbung allerdings zurückgezogen, so dass nur Guido Voigt und Andreas Heimann zum Gespräch kamen. Und dabei erreichte Herr Voigt mehr Punkte als Herr Heimann“, so Willigalla, der während der Sitzung der Kommunalaufsicht für die Unterstützung dankte.

Da das Landratsamt keine Empfehlung zugunsten eines Bewerbers abgeben kann, sollten beide daraufhin die Gelegenheit bekommen, sich dem Stadtrat am Mittwoch vorzustellen. Doch letztlich blieb nur noch Voigt übrig. Heimann, selbst Stadtrat und sozusagen Bewerber der ersten Stunde, hatte kurzfristig am Montag abgesagt. Von seinem derzeitigen Arbeitgeber sei nach eigener Aussage ein deutlich besseres Angebot als bisher gekommen. „Nach einem Familienrat haben wir uns entschlossen, dass ich meine Bewerbung um den Kämmererposten in Pegau zurückziehe“, erklärte er.

Voigt kann nun seine Arbeit, wenn es einen neuen Arbeitsvertrag gibt, fortsetzen. Mit einem fertigen Haushalt habe die Stadt laut Wiligalla dann einen deutlichen besseren Handlungsspielraum.

Von Julia Tonne

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