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Borna „Die Verkehrssituation ist unbefriedigend“
Region Borna „Die Verkehrssituation ist unbefriedigend“
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22:21 21.03.2012
Die Autos auf der Staatsstraße (von hinten) müssen am Kirchplatz Vorfahrt gewähren. Das wollen die Pegauer gern ändern. Quelle: Mathias Bierende
Pegau

Das betrifft vor allem den Kirchplatz. Dort wünschen sich die Einheimischen eine andere Vorfahrtsregelung. Jetzt ist es so, dass die Staatsstraße 68 Vorfahrt gewähren muss. Schon einige Male gab es vor Ort zu diesem Thema sogenannte Kleine Verkehrsschauen, berichtet Pegaus Bauamtsleiter Gunther Grothe. Da treffen sich zehn bis 15 Leute aus verschiedenen Ämtern und Einrichtungen und beraten über das Anliegen der Kommune. Bisher immer abschlägig.Im Protokoll des jüngsten Vor-Ort-Termins heißt es: „Die Verkehrssituation auf dem Kirchplatz ist baulich so gestaltet, dass eine Verkehrsberuhigung und Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich der Schulbus-Haltestelle gefördert wird." Eine Änderung der Vorfahrtsregelung würde diesem Bestreben entgegenlaufen und zwangsläufig höhere Geschwindigkeiten ermöglichen. Horst Wiligalla ist anderer Meinung: „Die Vorfahrtsänderung ist notwendig, und der Schulbus könnte die Warnblinkanlage einschalten."Weiterhin geht es um einen Fußgängerüberweg am Friedhof, den sich die Pegauer wünschen. Auch dort wird sich erst mal nichts ändern. Im Protokoll der jüngsten Verkehrsschau steht ganz klar: „Es wurde eindeutig festgestellt, dass die Verkehrsstärke des Fußgänger- und Fahrzeugverkehrs die Errichtung eines FGÜ nicht rechtfertigt." Die Richtwerte für einen solchen Fußgängerüberweg würden nicht annähernd erreicht werden. Auch eine Querungshilfe - also eine kleine Insel für Fußgänger auf der Straße - sei kein Thema, „da die dazu erforderlichen notwendigen baulichen Veränderungen des Straßenkörpers und der Nebenanlagen auf den zur Verfügung stehenden Grundstücken nicht realisiert werden können". Wiligalla, der seit mehr als 20 Jahren Fahrlehrer und dort regelmäßig unterwegs ist, bedauert es, dass es keine Erleichterung für Fußgänger gibt: „Es geht vor allem um ältere und behinderte Leute. Und die Verkehrsstärke kann sehr unterschiedlich sein."Der dritte Punkt betrifft die Breitstraße. Hier möchten die Pegauer eine Tempo-30-Zone. „Das Problem ist dort, dass die Fußwege sehr schmal sind. Obwohl Kinder bis acht Jahre auf dem Bürgersteig Radfahren müssen und bis zehn Jahre können, ist das oft nicht möglich, wenn Fußgänger unterwegs sind", berichtet Horst Wiligalla. Also fahren die Kinder auf der Straße. Dies stelle eine „große Gefährdung" dar, vor allem werktags zwischen 16 und 18 Uhr sei dort viel los.Trotz mehrerer Verkehrsschauen hat sich bisher nichts getan. „Das ist unbefriedigend", findet der Stadtrat. „Seit Jahren drängen wir auf diese Veränderungen. Die Leute, die es entscheiden, kommen her, gucken und sind schnell wieder weg. Wir aber leben hier."

Claudia Carell-Domröse

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