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Die erste Million wird verbuddelt

Die erste Million wird verbuddelt

Am Hainer See geht die touristische Erschließung in die nächste große Etappe. Drei Millionen Euro will Seebetreiber Blauwasser in die Entwicklung eines kleinen Ferienparadieses am Nordufer stecken.

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Blauwasser-Geschäftsführer Christian Conrad hält die Karte für das Nordufer am Hainer See in der Hand. Dort soll jetzt nicht gekleckert, sondern geklotzt werden.

Quelle: André Neumann

Neukieritzsch/Kahnsdorf. Bereits zu Pfingsten soll der Campingplatz fertig sein.

 

 

Wenn Blauwasser-Geschäftsführer Christian Conrad seine Hände über die große Plankarte des Nordufers streichen lässt oder wenn er von der Terrasse des Appartementhauses an der Lagune Kahnsdorf aus hinüber schaut, kommt er ins Schwärmen. Er spricht von großen Stränden, großzügigen Anlegestegen und Bars auf den Stegen. Die einzelnen Abschnitte tragen Namen wie Camping, Wassersport und Clubressort, zwei Abschnitte, die zunächst grün bleiben, heißen Weinressort und Lärchenwald.

Derzeit steckt der Seebetreiber noch mitten in der Erschließung. Die erste Million wurde und wird sprichwörtlich verbuddelt. In dem künftigen Ferienterrain liegen Wasser und Strom bereits an. Eine große Herausforderung, sagt Conrad, sei der Abwasseranschluss. Die Leitung müsse unter der künftigen Autobahn und der B 95 hindurch geführt werden. Immerhin heißt das Ziel, den Campingplatz in diesem Jahr zu Pfingsten zu eröffnen. Der soll neben terrassenartig angelegten Stellplätzen auch eine große Zeltwiese direkt am Ufer bekommen. Außerdem sind zwei Bootsstege vorgesehen, die unterhalb der Zeltplätze ins Wasser ragen. Betreiben will Blauwasser den Campingplatz laut Conrad selbst.

Verkehrstechnisch erschlossen wird das Nordufer über eine Straße aus Richtung Espenhain und Rötha, die in einem, wie Conrad sagt, Willkommensparkplatz mündet. Innerhalb des Areals verbindet eine parallel zum Ufer verlaufende Straße Campingplatz, Strandabschnitte und das Ferienhausressort. In der Mitte von allem bildet der Hafen das Zentrum. Hier ist nicht nur Platz für Boote, hier, hofft Conrad, werden sich auch Gaststätten, Bars und vor allem Wassersportanbieter niederlassen. Eine Surfschule aus Chemnitz habe sich ihr Grundstück schon gesichert.

Das Areal für Ferienhäuser ist in drei Abschnitte für zusammen 90 Häuser unterteilt. Mit dem ersten Abschnitt, auf dem Platz für 29 Häuser ist, soll es in diesem Jahr losgehen. Anders als in der Lagune Kahnsdorf, will Blauwasser hier die Grundstücke nicht verkaufen, sondern selbst Ferienhäuser bauen und vermieten oder Grundstücke verpachten, auf denen "Datschen" gebaut werden können. Wobei Conrad den Begriff für das klassische kleine Wochenendhäuschen ganz bewusst gebraucht.

Ganz nebenbei könnte mit der Erschließung des Nordufers der einstige Ort Hain, der dem heutigen See seinen Namen gibt, wieder auferstehen, wenn auch nur symbolisch. Conrad hat mit Neukieritzschs Bürgermeister Henry Graichen (CDU) darüber gesprochen, die Bebauung auf dem Nordufer als Ortsteil so zu nennen. Graichen steht dem aufgeschlossen gegenüber und spricht von einem möglichen Ortsteil Hain-Neu. Denn das alte Hain befand sich dort, wo jetzt Wasser ist. Zu den Namen, die die Straßen bekommen sollen, werde sich Neukieritzsch mit Rötha abstimmen, weil einige Straßen über die gemeinsame Gemeindegrenze hinweg reichen. Auch die Bürger will Graichen in die Entscheidung einbeziehen, und möglicherweise könnten sogar historische Hainer Straßennamen wieder aufleben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2014
André Neumann

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