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Borna Die meisten Heizkessel im Landkreis Leipzig müssen ausgetauscht werden
Region Borna Die meisten Heizkessel im Landkreis Leipzig müssen ausgetauscht werden
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00:18 22.05.2017
Ein alter Heizkessel. Quelle: Sebastian Kahnert
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Borna/Grimma

Im Landkreis Leipzig sind viele Heizkessel veraltet und müssen demnächst ausgetauscht werden. Das geht aus einer Statistik des Münchner Geomarketing-Unternehmens Nexiga hervor, das Anlagen mit Blick auf die seit letztem Jahr geltende Austauschpflicht für Heizkessel mit einem Alter von mehr als 30 Jahren unter die Lupe genommen hat. Danach ist die Notwendigkeit eines Heizkesselaustauschs in Gemeinden im Landkreis in der Nähe von Leipzig sehr hoch. Dazu gehören Rötha, Brandis und Belgershain, aber auch Machern und Bennewitz.

Sogar als „extrem hoch“ bewerten die Nexiga-Experten die Austauschnotwendigkeit im Rest des Landkreises – also zwischen Borna, Bad Lausick und Grimma. Und sie liefern eine Erklärung dazu. Zwar gebe es auch in den alten Bundesländern genügend Heizkessel, die den Vorgaben des Gesetzgebers nicht mehr entsprechen. Dass sich deren Zahl aber im Osten besonders häuft, sei auch eine Folge der Wiedervereinigung. Anfang der 90er-Jahre sei zwischen Ostsee und Erzgebirge die Umstellung von Kohle auf Erdgas und Erdöl erfolgt. „Die in diesem Zuge zwischen 1990 und 1995 eingebauten Heizungen sind dadurch mittlerweile als veraltet einzustufen“, heißt es in einer Mitteilung der Untersucher.

Bundesweit gelten dem Berliner Wirtschaftsministerium zufolge mehr als 70 Prozent der aktuell installierten Heizungsanlagen mit einem Alter von 17,6 Jahren als veraltet. Mehr als ein Drittel der Anlagen ist sogar älter als 20 Jahre. Um diese Kessel identifizieren zu können, schreibt die Anfang letzten Jahres in Kraft getretene Gesetzgebung eine entsprechende Kennzeichnung vor: Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, müssen mit einem Energieeffizienzlabel versehen werden.

Außerdem wurde für über 30 Jahre alte Heizungen eine Austauschpflicht eingeführt. Die Frist für Kessel, die im Jahr 1997 eingebaut wurden, läuft Ende des Jahres ab. Die alten Anlagen gelten als besonders ineffizient und erzeugen dadurch viel Kohlendioxid.

Allerdings dürfe manche Ü-30-Heizung dennoch weiterlaufen, heißt es. Wer schon vor 2002 in einem eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus gewohnt hat, ist von der Austauschpflicht ausgenommen. Das gilt auch für Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit einer Nennleistung von mehr als 400 Kilowatt.

Von Nikos Natsidis

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