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Dietrich Wenzel stellt in Kitzscher aus

Dietrich Wenzel stellt in Kitzscher aus

„Gemeinhin gilt die Zeichnung eher als Mittel zum Zweck, als Studie, als Notiz für den Maler, um seine Informationen zu sammeln, sich dem Objekt der Darstellung zu nähern, ehe er die Elemente in der Malerei zusammenfügt", ist Dietrich Wenzel überzeugt.

. Als Zeuge dieses unmittelbaren Augenblicks vor der Natur wären sie für den Betrachter von besonderem Interesse. In den vergangenen sechs Jahren aber, aus denen die im Rathaus gezeigten Zeichnungen stammen, sei er einen anderen Weg, einen entscheidenden Schritt weiter, gegangen. „Diese Zeichnungen tragen bildhaften Status, sind durchaus nicht spontan, sondern durchkomponiert in Aufbau und Ausleuchtung noch vor dem ersten Bleistiftstrich", so Wenzel. Sie würden neben der Bildidee von den Bemühungen leben, den Prozess des Untersuchens auf die Spitze zu treiben, den Dingen (und Menschen) so nahe wie nur irgend möglich zu kommen."

Stillleben und Porträts, seine großen Spezialgebiete (Letztere meist überlebensgroß und mit großer Detailfülle vorgetragen), sind in Kitzscher zu sehen. Wenzel gibt zu, „...eine gewisse Kunstfertigkeit anzustreben – etwas Arbeitsintensives, gepaart mit Virtuosität, etwas, das dem Auge behagt". Wenzel gibt mit seinen Bildformulierungen dem Betrachter einen Gedanken vor; es ist nicht kompliziert ihm zu folgen – und mit eigenen Ideen weiterzuspinnen.

1943 in Berlin geboren, war er im gleichen Jahr mit der Mutter und der Schwester nach Kitzscher zu den Großeltern gekommen; die Schneiderwerkstatt des Großvaters Max Dietze in der Trageser Straße bezeichnet er als ähnlichen „heimischen Zufluchtsort" wie die Zeichen- und Malstuben heute in seinem Leipziger Haus.

Das Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (1966 bis 1971), wo er zunächst Gebrauchsgrafik studierte, brachte die Begegnung mit Werner Tübke, von dem er die ihm wichtigsten Impulse erhielt und der ihn später, 1982 bis 1984, zu Übertragungsarbeiten an seinem Panoramagemälde in Bad Frankenhausen berief. Dieses intensive Zusammenwirken mit dem „Hauptmeister der Leipziger Zeichenkunst" Tübke, wie auch seine eigene Affinität zu den Meistern der Renaissance und des Barocks, waren die Grundlagen für seine heutige intensive Zeichnerei, mit der er der facettenreichen Leipziger Zeichenkunst durchaus noch eine eigene Facette beifügen kann.

Aber am Ziel sieht sich der 68-Jährige längst nicht: „Es ist erschreckend (oder faszinierend?), dass man sich ewig als Student fühlen kann."

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