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Borna Dig, Dag und Digedag erobern Böhlen
Region Borna Dig, Dag und Digedag erobern Böhlen
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15:30 15.06.2011
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Böhlen/Borna

Wer noch Karten dafür haben möchte, kommt allerdings zu spät. Die Premiere ist ausverkauft. Aber für den Folgetag, wenn sich der Vorhang in Böhlen um 15 Uhr hebt, sind noch reichlich 100 Karten erhältlich. Damit ist das neue Musical der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster", das die Kultfiguren Dig, Dag und Digedag in den Mittelpunkt rückt, schon vor seiner Aufführung eine Erfolgsgeschichte. Immerhin fasst der große Saal 750 Personen. Musikschulleiter Klaus-Dieter Anders hat aber ein Trostpflaster für alle Interessenten, die jetzt leer ausgehen sollten oder keine Zeit haben: „Wir werden das Musical an einem Wochenende nach den Sommerferien noch zweimal in Böhlen aufführen."

Ein so großes Musicalprojekt habe die Musikschule noch nicht auf die Beine gestellt, sagt Anders. Bei den bisherigen zehn [image:phpbvXBk920110615153139.jpg]

Musicalproduktionen „hatten wir oft Partner im Boot". Dieses Mal ist das nicht der Fall und das gesamte Kollegium eingebunden. Alles in allem erleben die Zuschauer 200 Mitwirkende, allen voran Paula-Marie Meinert (11), André Telling (12) und Isabella Reichert (16), die in die Rolle der Digedags schlüpfen. Alle drei sind Bühnen erfahren. Paula Marie und André, die an der Musikschule Unterricht in Gesang beziehungsweise E-Gitarre nehmen, wohnen in Frohburg und spielen bei der dortigen Rockband „die kurzen". Isabella wohnt in Leipzig und wird ebenfalls in Gesang unterrichtet, allerdings nicht an der Musikschule „Ottmar Gerster".

Wie berichtet, ist es nicht das erste Musical, das die hiesige Musikschule mit dem freien Berliner Regisseur und Autor Martin Verges auf die Bühne bringt. So feierte vor zehn Jahren das Stück „Ritter Runkel und die Digedags" seine Premiere im Bornaer Stadtkulturhaus. Verges besitzt die Rechte, „Mosaik"-Geschichten für die Bühne zu bearbeiten. Und er führt auch für sein „Wettrennen auf dem Mississippi" die Regie. Anders: „Er hat die Möglichkeiten der Musikschule in das Stück sehr gut eingearbeitet." Zu hören sind 24 mit neuen Texten versehene Musikstücke, deren Spannbreite von Klassik bis zu den Beatles reicht und die natürlich miteinander harmonieren. Für etwa 20 davon machte Musikpädagoge Frank Liebscher, der an der Schule Saxofon-Unterricht gibt, die Arrangements.

Die große Aufmerksamkeit an dem neuen Stück dürfte auch dem Stoff geschuldet sein. Denn das zu DDR-Zeiten erschienene „Mosaik" von Johannes Hegenbart alias Hannes Hegen mit seinen unverwechselbaren Comicfiguren hat nach wie vor eine große Fangemeinde. Auch Anders, den momentan Anfragen aus ganz Deutschland erreichen, und Liebscher sind von den Digedags und deren Abenteuer fasziniert. Auf die Böhlener Bühne werden die Hefte 152 bis 157 gebracht, in denen im Jahr 1860 auf dem Mississippi ein ungleicher Schiffswettkampf ausgetragen wird, bei dem Dig, Dag und Digedag dem vermeintlichen Verlierer beistehen. Dem Böhlener Publikum werden dabei per Beamer die originalen „Mosaik"-Bilder vor Augen geführt. Und natürlich sind bewegliche Schiffe, die erst vor Ort aufgebaut werden können, auf der Bühne. Die Kostüme der Darsteller sollen sich exakt an die Kleidung der gezeichneten Figuren anlehnen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, zumal die Oper Leipzig mit ihrem großen Fundus trotz anfänglicher Zusage nicht mehr zur Verfügung steht und die Musikschule nun andere Varianten ausloten muss. Anders ist da aber ganz Optimist.

Bislang wurde das Musical vorgeprobt und wird nun laut Anders „in der Endphase zusammengesetzt". Dazu steht jetzt im Markkleeberger Lindensaal ein großes dreitägiges Probenwochenende ins Haus. Die Generalprobe ist dann am Freitag vor der Premiere.

Karten gibt es über die Ticket-Hotline 034206/77 05 40 (Kulturhaus Böhlen)

Frank Prenzel

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