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Borna Ditmar Haym: Am Ball bleiben
Region Borna Ditmar Haym: Am Ball bleiben
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21:48 14.03.2012
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. Im Juli 2011 nahm die Stadt Rötha ausführlich schriftlich dazu Stellung. Kürzlich kam die Antwort aus der Landesdirektion Leipzig und lag nun auf dem Tisch, als sich jetzt Verwaltungs- und Technischer Ausschuss trafen.

Das Autobahnamt Sachsen, das seit dem 1. Januar 2012 Landesamt für Straßenbau und Verkehr heißt, hatte sich detailliert zu den Röthaer Vorschlägen und Einwänden geäußert. In mehreren Punkten bestehen weiterhin Meinungsverschiedenheiten, und sie werden demnächst Gegenstand eines Erörterungstermins sein. Zwei Dinge aber sind für Bürgermeister Ditmar Haym besonders wichtig: „Prinzipiell wird der Feintrassierung der Autobahn im Bereich der Gemarkung Rötha zugestimmt. Diese Variante entspricht dem Kompromissvorschlag im Zusammenhang mit dem Röthaer Holz", heißt es im Brief der Kommune. „Es gab mehrere Varianten", sagt Haym. „Aber mit diesem Ergebnis können wir gut leben. Wir wollten möglichst viel von dem Wald schonen, der doch erst Ende der 90er Jahre angepflanzt wurde." Nun soll die Trasse ein Stück nordöstlich der B 95 an Rötha vorbeiführen.

Die große Sorge Hayms im Zusammenhang mit dem Mega-Projekt liest sich im Schreiben an das Autobahnamt so: „Wir fordern, dass mit Fertigstellung des Abschnittes 5.1 sofort mit dem Bau des Abschnitts 5.2 begonnen wird, um die Belastungen für das Stadtgebiet von Rötha auf ein zeitlich begrenztes Maß zu minimieren."

Für jenen Abschnitt 5.1 von Borna nach Rötha vorbei an Espenhain wird bis zum Sommer mit dem Planfeststellungsbeschluss gerechnet, so dass nach erteiltem Baurecht die Arbeiten möglicherweise noch 2012 beginnen können. „Vorausgesetzt, es gibt keine Klagen", wird Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok in einem Beitrag der „Freien Presse" vom 1. Februar 2012 zu diesem Thema zitiert. Nach der 5.1-Fertigstellung würde die Autobahn dann vor Rötha auf die B 95 treffen, die vierspurig und kreuzungsfrei bis zur A 38 verläuft.

Praktisch für die Autofahrer, lärmbelastend für Rötha. „Deshalb müssen die Arbeiten sofort weitergehen", bekräftigt Haym. In der Antwort des Autobahnamtes heißt es, dass man vordergründig das Ziel verfolge, unmittelbar nach der Fertigstellung des Planungsabschnittes 5.1 mit dem Bau von 5.2 zu beginnen, „jedoch wird darauf verwiesen, dass innerhalb der Terminkette ... verschiedene Unwägbarkeiten bestehen." Hier werden der Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses, die Bereitstellung der Finanzmittel sowie Fristen und Dauer bei Ausschreibung und Vergabe von Ingenieur- und Bauleistungen genannt. Haym: „Wir sind gut beraten, da am Ball zu bleiben."

Zeitlich an den Baubeginn gekoppelt, ist ein weiteres Thema, das dem Bürgermeister am Herzen liegt. Das Gelände der ehemaligen Schweinezuchtanlage am nordwestlichen Stadtrand nennt Ditmar Haym „einen Schandfleck und ein Sicherheitsrisiko". Als Kompensationsmaßnahme für den Autobahnbau soll die Fläche renaturalisiert werden. Noch ist das zwar Zukunftsmusik, doch die Weichen werden jetzt gestellt.

Hartmut Karich

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