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Dokumentationszentrum: Heimatforscher spricht sich für „zentralen Punkt“ in Borna aus

Forderung Dokumentationszentrum: Heimatforscher spricht sich für „zentralen Punkt“ in Borna aus

Nach der Diskussion im Bornaer Stadtrat zum geplanten Bergbau-Dokumentationszentrum spricht sich jetzt der Buchautor und Heimatforscher Claus Bräutigam aus Regis-Breitingen für einen festen Standort aus. Ohne „einen zentralen Punkt“ werde sich eine Dokumentation über den Bergbau nur „sehr schlecht erstellen lassen“, betont er.

Die Brikettfabrik in Deutzen: Auch sie müsste Bestandteil des Dokumentationszentrums werden, das Claus Bräutigam in Borna sieht.

Quelle: Claus Bräutigam

Borna. Nach der Diskussion im Bornaer Stadtrat zum geplanten Bergbau-Dokumentationszentrum spricht sich jetzt der Buchautor und Heimatforscher Claus Bräutigam aus Regis-Breitingen für einen festen Standort aus. Ohne „einen zentralen Punkt“ werde sich eine Dokumentation über den Bergbau nur „sehr schlecht erstellen lassen“, betont er.

Wie die LVZ berichtete, hatten verschiedene Stadträte aus mehreren Fraktionen kürzlich ihren Antrag wieder zurückgezogen, der die Bildung einer Arbeitsgruppe zum Inhalt hatte, deren Ziel – unter Einbeziehung der Bornaer Bürger – letztlich die Entscheidung über einen geeigneten Standort sein sollte. Dass der Antrag nach langer Debatte wieder von der Tagesordnung verschwand, war dem Auftritt des Fördervereins zum Aufbau des Dokumentationszentrums IndustrieKulturlandschaft Mitteldeutschland (DokMitt) geschuldet. Schriftführer Thomas Krafczyk sprach sich im Namen des Vereins eher für eine Art Netzwerk aus. „Wenn wir von einem Standort reden, soll das nicht nur grundstücksbezogen sein“, hatte er dem Gremium erklärt.

Bräutigam ruft in seiner Stellungnahme die Verantwortlichen der Stadt dazu auf, sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen, Borna „zum Mittelpunkt der Aufarbeitung, Dokumentation und Tradition“ zu machen. Dafür könne ein mögliches Gebäude nicht groß genug sein. Drei Ziele könnten an einem zentralen Punkt erreicht werden: Die Räumlichkeiten wären Archiv, Museum und Treff für Bergleute in einem. Gerade Unterlagen aus jener Zeit dürften nicht irgendwo, sondern müssten in einem dafür eingerichteten und sicheren Archiv aufbewahrt werden. „Es ist schwer vorstellbar, wie ein Dokumentationszentrum funktionieren soll, wenn die Dokumente in der Republik verstreut sind“, begründet der Heimatforscher.

Er spricht sich außerdem für ein Bergbaumuseum am Bornaer Standort aus, um den Besuchern anhand von Modellen, Urkunden, Gegenständen sowie Schriftmaterial die schwere Arbeit unter Tage und in den Brikettfabriken zu verdeutlichen. „In diesem Museum sollte – genau wie im Bergbaumuseum Bochum, dem großen Vorbild – die Geschichte des Tagebaus in unserer Region vom Anfang bis zum bitteren Ende gezeigt werden“, fordert Bräutigam. Einen weiteren Schwerpunkt des Standortes sieht der Buchautor in der Archäologie der Region. Denn die spiele eine große Rolle, wenn es um den Kohleabbau gehe. Von daher wäre auch eine archäologische Ausstellung in diesem Zentrum angebracht.

Ein drittes Anliegen ist für Bräutigam die Traditionspflege. Ein Dokumentationszentrum könne Anlaufstelle und Treffpunkt für einstige Bergleute sein. Eines jedoch ist bei der ganzen Diskussion um einen festen Standort für ihn unabdingbar: das geplante Zentrum solle nicht nur die Meinung „einiger Wissenschaftler“ wiedergeben, sondern ein Gesamtbild der Epoche Bergbau in der Region zeichnen.

Von Julia Tonne

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