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Borna Dorfentwicklungsverein macht sich für Eula stark
Region Borna Dorfentwicklungsverein macht sich für Eula stark
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05:01 07.05.2018
Das Kriegerdenkmal in Gestewitz ist aufgearbeitet, der Platz um das Monument neu gestaltet. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna/Eula

Ohne das Engagement von David Knoke, Matthias Thalmann und ihren Mitstreitern sähe das Kriegerdenkmal in Gestewitz wohl immer noch so aus wie in den vielen Jahren zuvor. Mittlerweile war das Denkmal beim Steinmetz, der es in Ordnung gebracht hat.

Dorfentwicklungsverein hat rund 50 Mitglieder

Und nicht nur das. Der Platz rund um das Monument, das an die Toten des Ersten Weltkrieges erinnert, wurde neu gestaltet, und es gibt sogar eine Plakette zur Erläuterung. Ein gutes Beispiel, dafür, was sich in Eigeninitiative alles machen lässt. Die Instandsetzung des Kriegerdenkmals war sozusagen das Vorspiel zur Gründung des Dorfentwicklungsvereins Eula, die vor einigen Monaten auch formal erfolgt ist.

Dabei ist es keineswegs so, dass es in dem Ortsteil, der seit nunmehr 24 Jahren von Borna aus regiert wird, einen Mangel an eingetragenen Vereinen gibt. Immerhin hat Eula einen Schützenverein und den bekannten Männerchor, hinzu kommt die Feuerwehr.

Aber, macht David Knoke klar: „Keiner von denen kann sich um die Anschaffung einer Parkbank kümmern“, also um Dinge jenseits ihrer eigentlichen Vereinsarbeit. Dabei handelt es sich im Endeffekt wie alles im Leben um eine Geldfrage, wenn es etwa darum geht, Finanzmittel aus dem Leader-Programm der Europäischen Union zur Förderung des ländlichen Raums auch nach Eula fließen zu lassen.

Für Knoke, Thalmann und die mittlerweile nahezu 50 anderen Mitstreiter ein wesentlicher Grund zur Vereinsgründung, die aber keineswegs als Konkurrenz zum demokratisch gewählten Ortschaftsrat zu verstehen ist. Im Gegenteil: Es gebe eine gute Zusammenarbeit mit dem Gremium.

Weitere Projekte im Blick

Der Dorfentwicklungsverein sei auch nicht Ausdruck des Umstandes, dass sich Eula mit seinen Ortsteilen Kesselshain, Gestewitz und Haubitz in der Großen Kreisstadt Borna als fünftes Rad am Wagen fühlt. Zumindest würde das jemand wie Knoke nicht so sagen.

Der 38-Jährige, der ein Jura-Studium hinter sich hat und nach Lebensstationen in Karlsruhe, Göttingen und Leipzig nach Eula gekommen ist, formuliert es so: „Wenn man sieht, dass etwas vielleicht nicht so richtig läuft, dann hilft man.“ Der Stadtverwaltung quasi auch einmal auf die Sprünge.

Dabei hat der Verein schon weitere Projekte im Blick. Etwa die Umgestaltung des Areals am früheren Milchhaus unweit des Vereinshauses, das Hinweisschilder für Fahrradfahrer ebenso vertragen könnte wie eine Parkbank. Auch Informationen über die Ortsgeschichte würden den Platz aufwerten. Immerhin ist Eula mit seiner Wiprechtskirche älter als Borna.

Der Dorfentwicklungsverein ist aber auch Ausdruck des auskömmlichen Miteinanders von Neubürgern und Alteingesessenen. Von letzteren gibt es in Eula gar nicht so wenige, die bereits auf eine jahrhundertealte Vergangenheit auf ihrer Eulaer Scholle zurückblicken können.

Einladung an Dorfbewohner im Juni

David Knoke, der zusammen mit Lebensgefährtin Manuela Friebe ein Architekturbüro im einstigen Herrenhaus Gestewitz betreibt, hat ein Adressbuch aus der Zeit um das Jahr 1700 gefunden und festgestellt, dass es in der Tat heutzutage noch Familien in Eula mit Vorfahren in dieser Zeit gibt.

Für das erste Juni-Wochenende nimmt der Dorfentwicklungsverein ein weiteres Projekt in Angriff. Es soll, so wie andernorts beim Tag des offenen Hofes, die Einladung an Dorfbewohner und Besucher zu einem sonntäglichen Spaziergang geben, bei dem vielleicht drei Eulaer Höfe und/oder Häuser ihre Pforten öffnen, Bratwurst, selbst gebackenen Kuchen und Kinderschminken inclusive.

Von Nikos Natsidis

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