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Borna Dramatische Verluste für Freibäder
Region Borna Dramatische Verluste für Freibäder
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18:52 23.07.2012
Graue Wolken, leeres Becken: Der Regiser Fördervereinsvorsitzende Sascha Kipping rechnet hinsichtlich der Besucherzahlen in diesem Sommer mit dem Schlimmsten. Quelle: Roger Dietze
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Wie so viele andere Tage in den vergangenen zwei Monaten auch.

Tage, die Dirk Wagner eigentlich Geld hätten in die Kassen spülen müssen. Nachvollziehbar, dass der Badpächter von einer „dramatischen Entwicklung" spricht. „Der vergangene Sommer war schon nicht optimal, aber im Vergleich zu diesem sind meine Einnahmen noch einmal um 80 Prozent geschrumpft", so Wagner, der zudem in diesem Jahr mit technischen Schwierigkeiten und Einbrüchen zu kämpfen hatte. „Nur dann, wenn August und September noch viele warme Tage im Angebot haben, könnte ich mit Glück das Niveau des vergangenen Jahres mit rund 14 000 Besuchern erreichen", so Dirk Wagner, der das Böhlener Freibad in der dritten Saison betreibt. „Ein wirklich guter Sommer war bisher noch nicht dabei."

Eine Entwicklung, die auch Sascha Kipping Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Denn am Regis-Breitingener Freibad, das von einem Förderverein getragen wird, geht der wechselhafte Sommer ebenfalls nicht spurlos vorüber. „Im Vorjahr haben wir mit rund 11 000 Besuchern nur knapp unsere durchschnittliche Quote von 12 000 verfehlt, in diesem Jahr liegen wir aktuell bei gerade einmal 3000", klagt der Vereinsvorsitzende.

Dabei sei es noch Glück im Unglück gewesen, dass man zu Himmelfahrt bereits geöffnet hatte und somit im Mai schon rund 1000 Badegäste habe verzeichnen können. Dies werde aber nichts daran ändern, dass das Jahr ein ganz schlechtes werden wird. „Selbst wenn der August und der September noch viele schöne und vor allem warme Tage bringen sollten, dürften wir die 8000er Marke kaum knacken", befürchtet Kipping. Dies wiederum hätte unmittelbare finanzielle Auswirkungen. „Wir benötigen rund 10 000 Euro, um das Bad auf die neue Saison vorzubereiten. Und selbst wenn uns die Stadt erneut unterstützen wird, dürfte es schwer werden, dieses Geld zusammenzubekommen", so der Fördervereins-Vorsitzende, der gleichwohl nicht davon ausgeht, dass die Badesaison 2013 gefährdet ist. „Aber Investitionen werden definitiv auf der Strecke bleiben."

Wenngleich die finanziellen Probleme in Neukieritzsch weniger massiv sind, hat auch Schwimmmeister Mirko Bruschke allen Grund zur Klage. „Das schlechte Wetter ist umso bedauerlicher, als die Rahmenbedingungen bei uns perfekt sind." Sprich die sanitären wie alle anderen Anlagen auch befänden sich in einem Top-Zustand, zudem würden endlich nicht mehr die Bauzäune der benachbarten Mehrzweckhalle stören. Und so bleibt lediglich die Hoffnung auf Kommendes: „Wir hoffen, dass die letzten beiden Sommermonate wenigstens noch etwas herausreißen können und wären auf jeden Fall für jeden Ansturm von Badegästen gerüstet", wirbt Bruschke in eigener Sache.

Roger Dietze

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