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Borna Drei Schläge reichen: Bei Groitzscher Wiesnfest fließt der Gerstensaft in Strömen
Region Borna Drei Schläge reichen: Bei Groitzscher Wiesnfest fließt der Gerstensaft in Strömen
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10:17 26.09.2016
Festzelt: Bürgermeister Maik Kunze gelingt der Fassbieranstich. Drei Schläge ließen den Gerstensaft fließen Quelle: René Beuckert
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Groitzsch

Die Groitzscher feiern seit nunmehr fünf Jahren ihr Wiesnfest, das in diesem Jahr mitten auf dem Marktplatz stattfand. Eigens für das Ereignis hatte der Veranstalter darauf ein Festzelt aufgebaut, in dem immerhin 400 Leute Platz finden können.

„In unserem ursprünglichen Festzelt konnten weit mehr als 600 Besucher feiern“, bedauerte Moderator Tom Müller. Doch in diesem Jahr hätte der Veranstalter technisch bedingt vom Volksplatz auf dem Marktplatz ausweichen müssen. Wegen der engen Bebauung rund um den Marktplatz sei nur ein kleineres Festzelt genehmigt worden. Dennoch habe das dem Wiesnfest keinen Abbruch getan.

Bereits am Freitagabend, gegen 19 Uhr, strömten die ersten Besucher in das Zelt, um zünftig zu feiern. Und beim Anblick der in Trachten gekleideten Besucher konnte man meinen, auf einem der bayrischen Feste zu sein. Viele Frauen kamen im Dirndl oder kleideten sich ebenso fesch im Trachtenstil. Auch die Männer ließen es sich nicht nehmen, zum karierten Hemd die Lederhose anzuziehen. Selbst Firmen nutzten die Möglichkeit, das zünftige Fest gemeinsam zu besuchen. Auch wenn Heiko Krumbholz behauptete, das sei ihre Weihnachtsfeier, die sie nunmehr im September begehen, wunderte sich niemand von der Pflegegruppe Krumbholz über den vorgezogenen Firmenevent. Ob es dennoch eine Weihnachtsfeier geben wird, ließ der Firmenchef offen. „Um mit der Belegschaft zu feiern, lassen wir uns immer etwas Besonderes einfallen“, sagte Heiko Krumbholz. Doris Krumbholz meinte, eine solche Veranstaltung komme bei den Kolleginnen und Kollegen immer gut an. „Feiern dieser Art fördern den Gemeinschaftssinn und schaffen zudem ein gutes Betriebsklima“, betont sie.

Moderator Tom Müller erinnerte daran, das die Groitzscher das Fest vor fünf Jahren ins Leben gerufen haben. Damals habe die Taverne Sotiria noch das Groitzscher Ereignis organisiert und es erst Jahre danach an einen Veranstalter abgegeben. „So ein Fest bedarf eines großen organisatorischen Aufwandes“, bedeutete Tom Müller, der seit Jahren Ereignisse dieser Art begleitet. Für ihn sei es dennoch ein Fest für die Groitzscher, die von Anfang an dem Wiesnfest die Treue halten. „Für uns ist es wichtig, mit unseren musikalischen Darbietungen ein breites Publikum anzusprechen. Das Alter der Besucher schätzte Müller zwischen Anfang 20 und Mitte 70. „Es ist schon eine Herausforderung, den unterschiedlichsten musikalischen Geschmäcker gerecht zu werden.“

Neben Livedarbietungen mit Almklausi und dem Maßkrugstemmen oder die Wahl von Miss und Mister Wiesn bot Lutz Schölz mit seiner Disko für nahezu jeden Geschmack etwas. „Ich spiele nicht einfach nur Musik ab, vielmehr mixe ich die Titel und bringe auf diese Weise meinen eigenen Stil ein“, legte er dar.

Auch Bürgermeister Maik Kunze (CDU) hat sich am Freitagabend das Wiesenfest nicht entgehen lassen. „Ich steche das Fassbier an und hoffe, dass es besser klappt als im vorigen Jahr“, sagte er. Beim vorangegangenen Wiesnfest war sein Schlag auf dem Zapfhahn so kräftig ausgefallen, dass der Hahn plötzlich abbrach. Doch in diesem Jahr genügten nur drei Schläge, um den Gerstensaft zum Fließen zu bringen.

Von René Beuckert

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