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Borna Dreifelderhalle: Rohbau beendet
Region Borna Dreifelderhalle: Rohbau beendet
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18:30 05.10.2010
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Borna

Bislang wurde auf der Baustelle am Rohbau gearbeitet. Nun beginnt der nächste Bauabschnitt.

Ralf Bischoff ist Vorarbeiter bei Riedel-Bau aus Erfurt, der Firma, an die die Stadt den Bauauftrag einst vergeben hat. In den letzten Tagen goss er mit seinem Kollegen Pfeiler, Treppen und Decken für die neue Drei-Felder-Halle in Borna-Nord. Die Firma, für die er arbeitet, war ebenfalls für das Fundament des neuen Gebäudes zuständig. Es wurde im vergangenen Jahr gegossen und war später die Ursache für eine rund viermonatige Bauverzögerung (die LVZ berichtete). Für Bischoff lag das unter anderem am Wetter. „Nach dem harten Winter haben wir erst das ganze Ausmaß der Schäden am Fundament gesehen", sagt der Vorarbeiter. Danach sei ein Baugutachten in Auftrag gegeben worden.

Es sei dann lange hin und her gegangen, erklärt Bischoff, ohne sich über die genauen Hintergründe äußern zu wollen. Die Konsequenz daraus sei ein verspäteter Baubeginn gewesen. Statt im März konnte mit den Arbeiten am Rohbau erst im Juli begonnen werden. Daraufhin musste ein neuer Zeitplan vom zuständigen Architekturbüro Lochschmidt aus Mittweida erstellt werden. Danach soll die neue Sporthalle im Mai kommenden Jahres fertiggestellt sein.

„Das ist zumindest der aktuelle Stand", sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Zum Rechtsstreit hingegen gibt es keine neuen Auskünfte. „Der läuft noch. Die Papiere liegen auf dem Tisch vom Anwalt", so Luedtke. Es gehe der Stadtverwaltung allerdings nicht darum, jemanden zu verklagen, sondern eine Einigung zu erzielen, erklärt die Rathauschefin.

Das aktuelle Baugeschehen wird von den rechtlichen Widrigkeiten derweil nicht beeinträchtigt. „Aus unserer Sicht sind wir jetzt voll im Zeitplan", sagt Bischoff, dessen Truppe mittlerweile die Baustelle verlassen konnte. Auch die heftigen Niederschläge der letzten Wochen hätten nicht zu Verzögerungen geführt, so der Polier. „Es gibt doch Helme und Gummi-Jacken" sagt er. „Regen ist für einen Bauarbeiter kein Hinderungsgrund. Selbst wenn wir mal einen halben Tag deswegen aussetzen müssen, arbeiten wir das wieder rein. Dafür hat die Woche doch sechs Tage", erklärt er mit einem Lächeln.

Ebenfalls zuletzt auf der Baustelle beschäftigt waren die Arbeiter der Basa GmbH Bausanierung aus Bad Lausick. Das Subunternehmen von Riedel Bau war zuständig für den Mauerwerksbau. Bauleiter Reinhard Klett sagt, dass diese Arbeiten nunmehr abgeschlossen sind. Seine Maurer hatten die Zwischenwände Schicht für Schicht mit weißen Gasbetonsteinen aufgetragen. Der Chef des Unternehmens, Alexander Weiß, bestätigte: Von den „Ungereimtheiten" am Jahresanfang und dem verzögerten Baubeginn einmal abgesehen laufe jetzt alles nach Plan.

Insgesamt zwölf Leute von beiden Firmen arbeiteten auf der Baustelle. Nachdem der Rohbau beendet ist, haben sie ihre Leistung erbracht. Inwiefern der weitere Zeitplan eingehalten wird, hänge nun von anderen Firmen ab. Von den Dachdeckern zum Beispiel, erklärt Klett.

Marco Irrgang

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