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Borna Dringend in Böhlen gesucht: weitere Baugebiete
Region Borna Dringend in Böhlen gesucht: weitere Baugebiete
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00:19 03.07.2017
Der Entwurf des neuen Flächennutzungsplans sieht ein Feld im Stadtteil Gaulis als mögliches Bauland vor. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Die Nachfrage steigt stetig – das Angebot aber hinkt hinterher. Die Stadt Böhlen überarbeitet seit einigen Monaten ihren Flächennutzungsplan (FNP), der Entwurf soll in den nächsten Wochen ausgelegt werden. „Der bisherige Plan – Stand 2006 – ist längst nicht mehr aktuell, wir brauchen allerdings dringend Entwicklungsflächen“, macht Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) deutlich. Denn fast täglich gebe es Nachfragen im Rathaus, ob Böhlen noch Bauflächen für Eigenheimstandorte habe.

Mittlerweile sind selbst Grundstücke im Böhlener Stadtteil Großdeuben rar gesät. Derzeit plant Bauträger Claude Böhler den zweiten Bauabschnitt in der Zeschwitzer Straße. Doch ein Großteil der 30 Parzellen für zukünftige Häuslebauer ist bereits reserviert. Deshalb sieht die Änderung des FNP unter anderem auch eine Entwicklungsfläche in Großdeuben vor. Laut Bauamtsleiterin Katrin Aust könne womöglich das als Mischgebiet (Gewerbe und Wohnen) ausgewiesene Areal in der Zwenkauer Straße für Wohnzwecke nach Norden hin ausgeweitet werden. Bisher stehe dort ein altes Stellwerk und ein Lokschuppen.

Mehr ist nach jetzigem Stand in Großdeuben aber nicht machbar. Anders sieht es hingegen in Böhlen selbst aus. Hier steht ein Areal zur Debatte. Baugrundstücke könnten westlich der Gauliser Straße sowie zwischen dem ASB-Seniorenzentrum und der Leipziger Straße entstehen. Die rund 4,4 Hektar große Fläche ist bislang ein für die Landwirtschaft genutztes Feld in Privathand. „Wenn das Baugebiet würde, wäre das eine deutliche Aufwertung des Areals“, macht Aust deutlich.

Der Entwurf des Flächennutzungsplans rückt noch ein weiteres Gebiet in den Fokus der Überlegungen. Laut Berndt und Aust könne möglicherweise die Liegewiese im Freibad zukünftig als eine Art Campingplatz genutzt werden. Angedacht seien Stellplätze für Wohnmobile und Zelte. „Die Anbindung an das Neuseenland ist da und würde Böhlen deutlich mehr in den Tourismus einbinden als bisher“, betont der Rathauschef. Die Umsetzung helfe aber auch dem Bad selbst.

Bad-Betreiber Dirk Wagner sieht das Vorhaben jedoch mit gemischten Gefühlen. Einerseits sei die Idee gut, weil unter anderem der Aufwand für das Mähen auf dem riesigen Areal geringer wäre, andererseits aber stehe das Personal vor der Herausforderung, Tag und Nacht vor Ort zu sein. „Wir können ja schlecht die Gäste sich selbst überlassen, außerdem ist eine Abgrenzung zu den Becken unerlässlich“, erklärt Wagner. Unklar sei auch, ob es in Anbetracht der Nähe zur Pleiße einen zusätzlichen Hochwasserschutz geben solle. Wie Aust erklärt, stehe ein genaues Konzept zukünftig noch zur Debatte. Sämtliche Faktoren müssten beleuchtet und abgesprochen werden.

Der Entwurf des Flächennutzungsplans wird in den nächsten Wochen in Böhlen öffentlich ausgelegt, so dass jeder Einblick nehmen und Vorschläge unterbreiten kann.

Von Julia Tonne

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