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Borna Drückerkolonnen bei älteren Leuten
Region Borna Drückerkolonnen bei älteren Leuten
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17:46 19.05.2015

Die SWB warnen davor, weil die Preisvergleiche der Haustürwerber keineswegs stimmig seien.

Die Marketingstrategie springt dem Kunden sofort ins Gesicht, wenn er die Internetseite von Sorglosstrom aufruft. Neukunden, so prangt es dort, erhalten eine Kioskpressewertkarte für 50 Euro. Hinter Sorglosstrom verbirgt sich das Münchner Unternehmen Energyday2 GmbH. In Borna, so heißt es von seiten der SWB, seien die Sorglosstrom-Werber bisher im Hochhausviertel und im Norden der Stadt unterwegs gewesen. So jedenfalls hätten es SWB-Kunden berichtet, erklärt Marco Nickel, Vertriebsmitarbeiter bei den SWB. Da wird von Leuten berichtet, die kaum noch zum Verlassen der Wohnung zu bewegen seien, wenn sie dort erst einmal reingekommen seien. Vor allem ältere Leute würden bedrängt, einen neuen Vertrag ausschließen - und selbstredend den SWB zu kündigen. Nickel erzählt von einer älteren Dame, die nur deshalb unterschrieben habe, um endlich ihre Ruhe zu haben.

Die Konkurrenten von Sorglosstrom, Nickel spricht von "Drückerkolonnen", setze beim so genannten Grundversorgungstarif der SWB an. Der liegte seit Jahresbeginn bei 33 Cent pro Kilowattstunde. Es handle sich aber um eine Tarifofferte für die SWB-Kunden, die keinen der Spezialtarife nutzen wollten. Nickel: "Der ist für all die Leute gedacht, die wir von gesetzeswegen mit Strom versorgen müssen. Von den insgesamt etwa 10 000 SWB-Kunden betreffe das etwa 2500 Kunden.

Dabei hätten die SWB auch Tarifangebote. Etwa den so genannten KWK(Kraft-Wärme-Kopplung)-Tarif mit einem Preis von 26,88 Cent oder auch den Ministromtarif, der bei einer Jahresgebühr von 36 Euro Kunden mit einem Jahresverbrauch vom maximal 8000 Kilowattstunden günstiger stelle.

Wie viele Kunden sich angesichts der Werbeaktion von Sorglosstrom von den SWB abgewandt haben, lasse sich noch nicht sagen, so SWB-Vertriebsfachmann Nickel. Unter der Kundschaft herrsche jedenfalls Unruhe. Mehr als zehn SWB-Kunden hätten sich bereits gemeldet und über die Vorgehensweise des auswärtigen Unternehmens beschwert. Die SWB stünden jedenfalls Kunden, die vorschnell gewechselt hätten, unterstützend zur Verfügung. Nickel: "Es gibt ein 14-tägiges Widerrufsrecht für solche Verträge." Entsprechende Schreiben lägen bei den SWB bereit.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.03.2013

Nikos Natsidis

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