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Borna Durch Brückenabriss in Großdeuben muss Hebeanlage für Entwässerung her
Region Borna Durch Brückenabriss in Großdeuben muss Hebeanlage für Entwässerung her
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06:00 18.02.2016
Wegen des großen Gefälles muss die Entwässerung der Zwenkauer Straße in Großdeuben zukünftig über eine Hebeanlage realisiert werden. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Wenn im Böhlener Stadtteil Großdeuben die Brücken über die Zwenkauer Straße dem Abriss zum Opfer fallen, steht die Stadt vor der Herausforderung, die Straßenentwässerung zu gewährleisten. Wie das zukünftig aussehen kann, war am Dienstagabend Thema im Technischen Ausschuss.

Bisher, so Bauamtsleiterin Katrin Aust, stellt sich die Situation so dar, dass die Abwasserleitung und die Widerlager der Brücke miteinander verbunden sind. Die Widerlager sind die Teile einer Brücke, die das Ende des Überbaus tragen und die einwirkenden Kräfte in den Baugrund ableiten. Doch mit dem Abbruch der Bauwerke verschwinden auch die Widerlager, was wiederum bedeutet, dass die Entwässerung in dem Bereich neu geregelt werden muss. Eine Möglichkeit, die allerdings wegen großer Bedenken verworfen worden ist, war die Abtrennung der Abwasserleitung vom Widerlager. „Da wissen wir aber nicht, was dann passiert, das Risiko wollen wir nicht eingehen“, erklärte Aust dem Ausschuss.

Eine deutlich bessere Alternative sehen die Stadtverwaltung und die Kommunalen Wasserwerke Leipzig darin, einen Mischwasser- und einen Straßenentwässerungskanal neu zu bauen. Doch dann bleibt eine Herausforderung: die Überwindung des großen Höhengefälles in der Zwenkauer Straße. Zusammen mit der Deutschen Bahn soll laut Bauamtsleiterin eine Hebeanlage realisiert werden, die das Regenwasser in den Mischwasserkanal pumpt.

Doch die Hebeanlage liegt nach dem Bau in Verantwortung der Stadt, die zukünftig für die Unterhaltung zuständig ist. Von der Bahn gibt es daher die Zusage, der Stadt eine Ablösesumme in Höhe von rund 100 000 Euro zu zahlen, die die Stadt dann zur Deckung der Unterhaltungskosten einsetzen kann. „Da die Anlage der Straßenentwässerung dient, ist es keine Problematik für den Zweckverband. Uns bleibt also keine andere Möglichkeit“, sagte Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos).

Bei der Umsetzung und dem Betrieb der Anlage, so machte Aust im Technischen Ausschuss deutlich, will die KWL der Verwaltung beratend zur Seite stehen. Die Umsetzung sei zudem bereits für dieses Jahr geplant. Vorab aber muss der Stadtrat noch sein Okay geben. Das könne laut Aust bereits im März der Fall sein.

Ein weiterer Punkt, der am Dienstagabend beraten wurde, ist eine geplante Kreuzungsvereinbarung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) für die Überführung der Bundesstraße 2 über die Gleise der Bahn, die Pleiße, eine Kreisstraße und einen Wirtschaftsweg bei Großdeuben. Dieser Wirtschaftsweg werde mit dem Bau der neuen B 2-Strecke unter der dortigen neue Brücke entlang der Gleise verlaufen, teilte Aust mit. So wie bisher werde es aber ein reiner Wirtschaftsweg bleiben, der für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist.

Von Julia Tonne

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