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Edeka-Mitarbeiter streiken den ganzen Tag

Edeka-Mitarbeiter streiken den ganzen Tag

Die Mitarbeiter des Edeka-Lagers in der Stauffenbergstraße sind gestern 1 Uhr in den Streik getreten. Damit hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihren Arbeitskampf wieder auf das Lager mit etwa 270 Beschäftigten ausgeweitet.

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Fordern mehr Lohn: die Mitarbeiter des Edeka-Auslieferungslagers in der Stauffenbergstraße.

Quelle: homas Kube

Borna. Bereits seit Mitte Mai wird die Mehrzahl der Edeka-Auslieferungslager immer wieder bestreikt, wie Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen mitteilte. Grund des Streiks sind nach Angaben der Gewerkschaft Forderungen nach einer Lohnerhöhung für die Mitarbeiter.

"Es sind fast alle Mitarbeiter im Streik", erklärte die Bornaer Verdi-Streikleiterin Annelie Schneider gestern. Es nähmen sämtliche Schichten daran teil. Edeka habe polnische Leiharbeiter als Ersatz geholt. Gestreikt werden sollte in der Stauffenbergstraße bis Mitternacht.

Der Streik sei Teil des Arbeitskampfes, mit dem die Gewerkschaft ihren Forderungen in den Verhandlungen mit dem sächsischen Groß- und Einzelhandel Nachdruck verleihen will, so Verdi. Die Arbeitgeber hätten auch am zweiten Verhandlungstag am Dienstag kein verbessertes Angebot vorgelegt. Verdi fordert eine Entgelterhöhung von sechseinhalb Prozent, mindestens aber 120 Euro für jeden Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel. In Sachsen soll es zudem einen Zuschlag von 15 Euro für alle Beschäftigten geben. Die Laufzeit eines Tarifvertrages soll ein Jahr betragen. Hingegen hätten die Arbeitgeber lediglich die Bereitschaft zu einer Lohnerhöhung um zwei Prozent signalisiert, außerdem eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent des Jahreseinkommens. Im nächsten Jahr soll es außerdem eine Erhöhung um 1,7 Prozent geben. Außerdem fordern die Arbeitgeber, dass es für die Zeitpunkte der Lohnerhöhungen betriebliche Öffnungsklauseln geben soll, die eine zeitliche Verschiebung der Erhöhungen möglich machen. Weiterer Forderungspunkt der Arbeitgeber ist die Einführung der Arbeit am Heiligen Abend und zu Silvester, so wie es im Einzelhandel üblich ist.

Edeka-Nordbayern-Sachsen-Thüringen nannte den Streik in einer Erklärung "unverhältnismäßig". Zudem gefährde der Arbeitskampf mittelständische Existenzen. Damit würde die Existenz von Kaufleuten bedroht. Die Warenversorgung habe bisher nur mit großen Anstrengungen gewährleistet werden können, so das Unternehmen weiter. Edeka habe kein Verständnis für den Streik, weil davon auch Einzelhandelsmärkte betroffen seien, die bereits unter dem Hochwasser zu leiden hätten. Hinzu komme, dass Edeka bereits seit April freiwillig Löhne und Gehälter um 2,65 Prozent erhöht habe.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.06.2013

Nikos Natsidis

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