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Borna Ehemalige Brikettfabrik Witznitz:Müll statt blühender Landschaften
Region Borna Ehemalige Brikettfabrik Witznitz:Müll statt blühender Landschaften
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13:59 19.05.2015
Das Gelände der ehemaligen Brikettfabrik Witznitz scheint dem Verfall preisgegeben und verkommt teilweise zur illegalen Müllkippe. Fotos (3): Jens Paul Taubert Quelle: Jens Paul Taubert

Mit der Insolvenz der Leipziger Mittelstands-Projektgesellschaft MIP geriet der Plan vom Ausbau der Industriebrache als Wohn- und Gewerbegebiet ins Stocken. Nachdem das Maschinenhaus schon lange kein Kulturort mehr war, stellt nun auch der Verein Pro Witznitz sein Engagement im Maschinenhaus ein. Die Sächsische Lehmbaugruppe ist auf der Suche nach einer neuen Nutzung für Gebäude wie dem Faszinosum. "Aber das lässt sich momentan nicht darstellen", sagte Gisbert Geißler, Vorsitzender der Augsburger Gesellschaft für Lehmbau, Bildung und Arbeit in Leipzig.

"Das ehemalige Industrie-Ensemble wird dem Verfall preisgegeben", stellte Sylvio Weise fest. Der Stadtrat (CDU), der in der Siedlung an der Grünen Harfe wohnt, muss beobachten, wie Gebäude immer mehr verfallen und der Platz am Ende der Witznitzer Werkstraße zur illegalen Müllkippe verkommt. Gefahren für Spaziergänger sieht außerdem SPD-Stadtrat Klaus Sachse in der mangelhaften Sicherung der Gebäude. Das Kesselhaus mit dem Schornstein würde offenstehen, hier könne jeder ein- und ausgehen.

Im jüngsten Bauausschuss brachten die Parlamentarier ihr Unverständnis über die Zustände auf der ehemaligen Industriebrache nördlich von Borna zum Ausdruck. "Uns sind die Hände gebunden", erklärte Oberbürgermeisterin Simone Luedte (Linke). So gebe es eine Sicherungsanordnung an den Insolvenzverwalter, die aber auf Widerstand gestoßen sei. "Uns bleibt nur eine Ersatzvornahme für Gebäude, die Treppen und Gruben haben", so Luedtke. Aber für Pflege und Schönheit sei das Bauordnungsamt in diesem Fall nicht zuständig." Eine richtige Chance zum Eingreifen haben wir nicht", sagte sie.

Nachdem die Hängepartie für das Areal schon über zwei Jahren andauert, könnte jedoch schon bald Bewegung in den Verkauf von Gebäuden und Grundstücken der MIP kommen. Wie Insolvenzverwalterin Susanne Berner auf Anfrage mitteilte, habe sich das Verfahren so lange hingezogen, weil Belastungen in den Grundbüchern eine freihändige Veräußerung verhindert hätte. Jetzt seien alle Voraussetzungen geschaffen worden, um den Gläubigern einen Vergleich anzubieten. Dieser werde noch im Februar beim Amtsgericht in Leipzig eingereicht. Danach könne die Behörde innerhalb von sechs Wochen eine Gläubigerversammlung einberufen.

Sollten die Gläubiger dem Vergleich zustimmen, dann stünde laut Berner einer kurzfristiger Vermarktung nichts mehr im Weg. "Interessenten gibt es bereits", sagte die Anwältin. Aus dem Erlös würden dann auch die Kosten beglichen, die der Stadt Borna durch die Sicherung entstanden sind.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.02.2015
Birgit Schöppenthau

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