Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Ehevertrag zur Silberhochzeit: Rötha und Murrhardt festigen Beziehung
Region Borna Ehevertrag zur Silberhochzeit: Rötha und Murrhardt festigen Beziehung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:24 19.05.2015
Murrhardts Bürgermeister Armin Mößner (l.) und Röthas Stadtoberhaupt Dietmar Haym enthüllten das neue Richtungsschild auf dem Marktplatz. Quelle: Nicole RathgeScholz

Aber ein offizielles Bekenntnis zueinander existierte nicht. Das sollte sich nun ändern. Am Sonnabend wurde aus den Beziehungen die ersehnte Städtepartnerschaft mit formeller Urkunde.

Am Nachmittag fanden sich Röthaer Stadträte, ehemalige Bürgermeister, Vereinsvorsitzende und eine zehnköpfige Delegation aus Murrhardt mit ihrem 31-jährigen Bürgermeister Armin Mößner (CDU) auf dem Marktplatz ein. "2002 haben wir am Bahnhof in Murrhardt bei strömendem Regen ein Schild mit der Aufschrift ,Rötha 432 km' angebracht, heute möchten wir das auch hier tun", führte der Röthaer Bürgermeister Ditmar Haym (parteilos) aus und enthüllte gemeinsam mit seinem angereisten Amtskollegen das neue Schild "Murrhardt 423 km".

Für beide Städte ging mit dieser Aktion und der anschließenden Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde eine lange Zeit der Findung zu Ende. "Heute ist ein historischer Tag für Rötha. Ich freue mich, welchen Quantensprung wir in den vergangenen zwei Jahren von der Kleinstadt zur Einheitsgemeinde gemacht haben. Und heute kommt noch die Besiegelung der Städtepartnerschaft als i-Tüpfelchen hinzu", so Haym.

Den Anfang nahmen die Kontakte, als die Herren Lindner und Brause aus Rötha im April 1990 Murrhardt besuchten und die Basis für die freundschaftlichen Beziehungen schufen. Bald übernahm Murrhardt eine Verwaltungspatenschaft für die Stadt Rötha. Dies bedeutete, dass Murrhardt damals den Aufbau der Stadtverwaltung in Rötha maßgeblich unterstützte, ohne dabei aber den Besser-Wessi zu geben. "Dabei wirkte die Murrhardter Verwaltung nie aufdringlich, sondern unterstütze stets in dem Rahmen, wie es Rötha wollte, für erforderlich hielt und dies Rötha auch gut tat. Ich denke, das war letztlich der Erfolg unserer bisherigen Patenschaft. Auch nach 25 Jahren können sich beide Seiten erhobenen Hauptes einander auf Augenhöhe in die Augen sehen", sagte Mößner und fügte hinzu: "Vergleichen wir es mit einer Ehe, so feiern wir heuer schon unsere Silberhochzeit, ohne je geheiratet zu haben."

Bei einem gemeinsamen Essen Anfang Juli vergangenen Jahres anlässlich des 650-jährigen Jubiläums des Stadtbezirks Fornsbach kam die Idee auf, die Beziehungen mittels der Besiegelung einer offiziellen Städtepartnerschaft zu festigen. "Es war mir wichtig, dass die bestehenden Freundschaften zwischen Rötha und Murrhardt auch nach der Amtszeit von Bürgermeister Ditmar Haym und nach einem Zusammenschluss mit der Gemeinde Espenhain weitergehen und nicht irgendwann in Vergessenheit geraten, wenn eventuell Ansichten und Köpfe wechseln", erklärte Mößner. Der Partnerschaftsvertrag soll das Fundament für eine lange währende Freundschaft sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.05.2015
Nicole Rathge-Scholz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Da gab es endlich wieder etwas fürs Auge, am 1. Mai zum Dorffest im Stadion und am Autohaus Weller begrüßte der Oldtimerverein Kohren-Sahlis 300 Oldtimer zum diesjährigen Saisonauftakt.

19.05.2015

Was für Espenhain seit einer Woche feststand, ist jetzt auch in Neukieritzsch beschlossene Sache: Wenn am 7. Juni Bürgermeister und Landrat gewählt werden, findet parallel ein Bürgerentscheid zum Strafvollzug in offenen Formen am Hainer See statt.

19.05.2015

Die Zusammenkunft war seit Wochen eingefädelt, die Zugfahrt von Borna nach Neukieritzsch minutiös geplant. Doch als Simone Luedtke (Linke) und Henry Graichen (CDU) vorgestern an der Bahnsteigkante auf Artur Stempel, den Konzernbeauftragten der Bahn in Sachsen, warteten, blieben sie im Regen stehen.

19.05.2015
Anzeige