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Borna Ein Frühlingsfest in Wyhra voller Märchen
Region Borna Ein Frühlingsfest in Wyhra voller Märchen
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13:01 28.05.2018
Märchenhaftes Frühlingsfest – und Gudrun Ebert spinnt dazu ihren Faden. Quelle: Rene Beuckert
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Frohburg/Wyhra

Im Wyhraer Volkskundemuseum stand der Samstagnachmittag ganz im Zeichen der Märchen. Obwohl die Temperaturen schon Sommerhitze erreichten, kamen zum „Märchenhaften Frühlingsfest“ dennoch viele Besucher. Insbesondere die Kinder konnten auf dem Hof in Märchen abtauchen.

Selbst ein „Goldesel“, der sich von den Kindern bereitwillig streicheln ließ, war vorhanden. Nur das Gold aus seinem Hinterteil, so wie im Märchen beschrieben, blieb aus. Dafür konnten sie aber der Frau am Spinnrad zuschauen und verfolgen, wie diese aus echter Schafwolle einen Faden spann. Doch aus Stroh Gold zu spinnen, wie im Märchen vom Rumpelstilzchen, vermochte auch sie nicht. Dafür durften die Kinder einmal selbst aus der Wolle mit bloßen Händen einen Faden zwirbeln. „Den dürfen die Kinder sogar mitnehmen“, sagte Gudrun Ebert. Wenn sie mit dem Spinnen beginnt, wird sie meist schnell von Kindern umringt. „Viele Kinder kennen sogar die Märchen, in denen ein Spinnrad vorkommt,und erzählen mir darüber“, stellte sie freudig fest.

Dass es auch gutmütige Hexen gibt, davon konnten sich die Besucher zum Frühlingsfest überzeugen. „Die Kinder haben keine Angst vor mir, denn sie sehen gleich an meinem bunten Blumenschmuck, dass ich eine gute Hexe bin“, erklärte Silva Neumann.

Familie Schmidt war mit ihren Kindern gern zum Fest ins Volkskundemuseum gekommen. „Wir machen hier in der Nähe Urlaub und haben von diesem Ereignis erfahren. Besonders schön finde ich, dass es gerade Kinder anspricht, die dabei einmal in die Märchenwelt abtauchen können“, hob Tobias Schmidt hervor. Auch Familie Kynast wollte das Ereignis nicht verpassen und war deshalb mit dem Enkelkind gekommen. „Ich habe früher selber einmal bei einer Märchenaufführung mitgewirkt“, erinnerte sich Ute Kynast. „Gerade für kleine Kinder sind Märchen ein Wissensschatz, den sie hier erweitern können.“

Museumsleiter Hans-Jürgen Ketzer, der als Nachtwächter daher kam, erzählte, dass Märchen nicht zum ersten Mal Thema im Museum sind. Vor einigen Jahren haben sich hier schon einmal Schulklassen in einem Projekt mit Märchen beschäftigt. „Mit unserem ,Märchenhaften Frühlingsfest’ wollten wir dieses Mal vor allem Familien einbeziehen.“ Und so gab es am Ende eine Puppenaufführung, deren Geschichte auf einem Märchen fußte.

Von René Beuckert

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